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Job-typ
10-100%
Pensum
Position

15.01.2022

Restaurationsfachfrau / -mann EFZ mit administrativen Aufgaben 80- 100%

  • 4142CH-4142 Münchenstein
  • Festanstellung 80-100%

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Wenn man ihn noch fragen könnte... – den Baumeister Arnold Schneider-Schaub, der 1925 ein Baugesuch stellte für ein Gebäude, umfassend „Wohnhaus mit Laden, Autogarage und Vereinssaal.“ Gerne wüsste man, weshalb er auf dem Areal „Hofmatt“ ein für die damalige Zeit erstaunlich grossräumiges Projekt realisieren wollte. Rechnete er mit einer baldigen markanten Entwicklung der Gemeinde, die im Jahre 1920 gerade mal 3634 Einwohner gezählt hatte und deren Bauboom erst 40 Jahre später einsetzen sollte? Oder reizte es ihn insgeheim, dem traditionsreichen Gasthof „Rössli“ im Münchensteiner Dorfzentrum - in dem viele grosse Feste gefeiert wurden, in welchem Maskenbälle stattfanden und auf dessen Bühne Theater gespielt wurde - auf der Westseite der Birs sozusagen ein Konkurrenzobjekt entgegenzusetzen? Wir wissen es nicht. Anhand von Akten im Staatsarchiv Basel-Landschaft in Liestal lässt sich jedoch nachvollziehen, dass sich der Hofmatt-Bauherr Schneider zunächst mit zahlreichen Einsprachen gegen sein Baugesuch zu beschäftigen hatte. Von verschiedenen Seiten wurde ins Feld geführt, in der geplanten Hofmatt werde man – obwohl im Baugesuch von einer Wirtschaft nicht die Rede sei - mit Sicherheit bald auch Alkohol ausschenken und ebenso über die Gasse verkaufen, was dem Volkswohl überhaupt nicht zuträglich sei. Ein Vereinssaal, so ein weiteres Argument, entspreche ebenfalls durchaus nicht einem Bedürfnis, würden doch ohnehin schon „zu viel Lustbarkeiten“ angeboten. Einleuchtend war die sachliche Argumentation von Carl Geigy-Burckhardt (1860-1943), Herr auf dem Münchensteiner Landsitz „Bruckgut“. In einem handschriftlich verfassten Brief schrieb Carl Geigy: “Es scheint übrigens auch wirtschaftlich unmöglich, den geplanten, so grossartig angelegten Vereinssaal ohne parallelen Wirtschaftsbetrieb finanziell betriebsfähig zu erhalten.“ Nach einem regen Schriftwechsel von Anwälten und Gegenanwälten stimmte die Kantonale Baudirektion Arnold Schneiders Baugesuch dann doch zu – die Gründe, weshalb trotz aller Bedenken doch auch ein Restaurationsbetrieb geführt werden durfte, lassen sich den Akten nicht deutlich entnehmen. Das Haus wurde also erbaut, 1928 übernahm das Ehepaar Karl und Therese Wasmer-Gläntzlin die Hofmatt von der Brauerei Warteck. Fritz Greub-Baltisberger, der erste Hofmatt-Wirt, hatte sich schon einen Monat nach seinem Einstand wieder zurückgezogen.
Wenn man ihn noch fragen könnte... – den Baumeister Arnold Schneider-Schaub, der 1925 ein Baugesuch stellte für ein Gebäude, umfassend „Wohnhaus mit Laden, Autogarage und Vereinssaal.“ Gerne wüsste man, weshalb er auf dem Areal „Hofmatt“ ein für die damalige Zeit erstaunlich grossräumiges Projekt realisieren wollte. Rechnete er mit einer baldigen markanten Entwicklung der Gemeinde, die im Jahre 1920 gerade mal 3634 Einwohner gezählt hatte und deren Bauboom erst 40 Jahre später einsetzen sollte? Oder reizte es ihn insgeheim, dem traditionsreichen Gasthof „Rössli“ im Münchensteiner Dorfzentrum - in dem viele grosse Feste gefeiert wurden, in welchem Maskenbälle stattfanden und auf dessen Bühne Theater gespielt wurde - auf der Westseite der Birs sozusagen ein Konkurrenzobjekt entgegenzusetzen? Wir wissen es nicht. Anhand von Akten im Staatsarchiv Basel-Landschaft in Liestal lässt sich jedoch nachvollziehen, dass sich der Hofmatt-Bauherr Schneider zunächst mit zahlreichen Einsprachen gegen sein Baugesuch zu beschäftigen hatte. Von verschiedenen Seiten wurde ins Feld geführt, in der geplanten Hofmatt werde man – obwohl im Baugesuch von einer Wirtschaft nicht die Rede sei - mit Sicherheit bald auch Alkohol ausschenken und ebenso über die Gasse verkaufen, was dem Volkswohl überhaupt nicht zuträglich sei. Ein Vereinssaal, so ein weiteres Argument, entspreche ebenfalls durchaus nicht einem Bedürfnis, würden doch ohnehin schon „zu viel Lustbarkeiten“ angeboten. Einleuchtend war die sachliche Argumentation von Carl Geigy-Burckhardt (1860-1943), Herr auf dem Münchensteiner Landsitz „Bruckgut“. In einem handschriftlich verfassten Brief schrieb Carl Geigy: “Es scheint übrigens auch wirtschaftlich unmöglich, den geplanten, so grossartig angelegten Vereinssaal ohne parallelen Wirtschaftsbetrieb finanziell betriebsfähig zu erhalten.“ Nach einem regen Schriftwechsel von Anwälten und Gegenanwälten stimmte die Kantonale Baudirektion Arnold Schneiders Baugesuch dann doch zu – die Gründe, weshalb trotz aller Bedenken doch auch ein Restaurationsbetrieb geführt werden durfte, lassen sich den Akten nicht deutlich entnehmen. Das Haus wurde also erbaut, 1928 übernahm das Ehepaar Karl und Therese Wasmer-Gläntzlin die Hofmatt von der Brauerei Warteck. Fritz Greub-Baltisberger, der erste Hofmatt-Wirt, hatte sich schon einen Monat nach seinem Einstand wieder zurückgezogen.
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