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26. Juni 2016
Wie soziale Karriere-Netzwerke zum eigenen Vorteil genutzt werden
 
Karriere lässt sich heute auch über Xing oder LinkedIn machen. Doch die virtuelle Visitenkarte ist anspruchsvoller, als viele meinen.
 
Von Manuela Specker
Soziale Karriere-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn erfahren enormen Zulauf. LinkedIn, diesen Monat für über 26 Milliarden Dollar von Microsoft aufgekauft, wird weltweit von mehr als 100 Millionen Menschen jeden Monat genutzt. Ingesamt 433 Millionen haben ein Profil angelegt. Diesen Monat ist LinkedIn sogar für über 26 Milliarden Dollar von Microsoft aufgekauft worden. Xing, das sich vor allem auf den deutschsprachigen Raum konzentriert, verfügt über mehr als 10 Millionen Mitglieder.
 
Für Headhunter sind die sozialen Netzwerke längst ein Arbeitsinstrument geworden. LinkedIn zum Beispiel hat ein Tool entwickelt, mit dem Personalvermittler in den Millionen von Kontakten nach passenden Kandidaten für Positionen suchen können, die sie zu besetzen haben. Xing verfügt mit „ProJobs“ über eine ähnliche Funktion. Soll man also einfach mal rasch ein Profil ausfüllen und darauf hoffen, dass einen der Traumjob von alleine findet?
 
Ganz so einfach ist es nicht. Das zeigt sich auch daran, dass es mittlerweile Menschen gibt, die sich ihren Lebensunterhalt als „Xing-Trainer“ verdienen (Netzwerke wie Xing können auch zur Akquisition oder Kundenpflege genutzt werden). Und wenn man bedenkt, dass viele Jobs unter der Hand vergeben werden, erstaunt es nicht, dass so grosse Hoffnungen ins virtuelle Netzwerken gelegt werden.
 
Zu den bekanntesten Experten gehört Joachim Rumohr, der den Ratgeber „Xing optimal nutzen“ verfasst hat und Xing-Mitglied der ersten Stunde ist. „Viele Mitglieder nutzen XING für die Jobsuche. Doch die meisten Profile sind nicht optimal ausgefüllt“, schreibt er in seinem Blog. Alenka Mladina vom Personalvermittler Robert Half fällt auf, dass vor allem die unter 30-jährigen solche Portale wenig nutzen – vermutlich weil sie sich nie damit auseinander gesetzt haben, wie sich solche Netzwerke für die eigene Karriereplanung nutzen lassen. Doch: „Wer auf Xing und LinkedIn verzichtet, schlägt eine (weitgehend) kostenlose Karrierehilfe aus“, ist sie überzeugt.
 
Es besteht zudem ein grosser Unterschied zwischen passiver und aktiver Nutzung. So wird gerne unterschätzt, was heisst, Xing oder LinedIn als Marketingplattform in eigener Sache zu nutzen. „Anstatt ausschliesslich den Lebenslauf und die Qualifikationen zu veröffentlichen, kann man die eigenen Kenntnisse auch in Gruppendiskussionen oder mittels Forenbeiträgen untermalen“, so Mladina. „Das ist eine gute Arbeitsprobe für alle, die sich ein Bild über Ihr Know-how machen möchten.“
 
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein attraktives Online-Profil: „Nur, wenn Sie wissen, welche Jobangebote Sie in Ihrem Karriereplan unterstützen, können Sie Ihr Profil entsprechend gestalten.“ Aber Vorsicht: Wer sich nur noch im Netz bewegt, landet in der Sackgasse. Entscheidend ist wie so oft die richtige Mischung. „Xing und LinkedIn bieten sich dafür an, in Kontakt zu bleiben, und interessante Informationen zu teilen. Jedoch ersetzen sie einen Handschlag oder ein persönliches Treffen nicht.“
 

Xing LinkedIn sinnvoll nutzen
 
  • Das Profil möglichst vollständig ausfüllen und immer auf dem neusten Stand halten. Fehlende Informationen führen rasch zu falschen Interpretationen. Zur Vollständigkeit gehört auch ein professionelles Foto – und nicht etwa ein Schnappschuss aus den Ferien.
  • Schlagwörter verwenden, welche Stärken und Fähigkeiten möglichst präzise umschreiben. Sich von der Masse abheben und konkret werden. Unter „Ich biete“ also nicht Banalitäten wie „Erfahrung“ hinschreiben. Wichtig für die Sichtbarkeit sind zudem aussagekräftige Berufsbezeichnungen.
  • Mitglied in Gruppen werden, sich an Diskussionen beteiligen und interessante Inhalte teilen. Je aktiver jemand ist, desto eher wird er auch gefunden.  Wer zudem auf Fragen fundierte Antworten liefern kann, gilt bald einmal als Branchenkenner.
  • Qualität vor Quantität: Entscheidend ist die nicht die Anzahl der bestätigten Kontakte. Man sollte sich gut überlegen, wen man in das sichtbare Netzwerk aufnimmt. Dessen Image färbt zwangsläufig auch auf das eigene ab. Kontaktanfragen sollten immer von einer persönlichen Botschaft begleitet sein.
  • Ehemalige Arbeitskollegen und Vorgesetzte um Referenzen bitten.

Foto: Thinkstock

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