Dos und Don’ts für das perfekte Bewerbungsbild

Das Bewerbungsbild ist nicht nur in der Schweiz normalerweise Bestandteil aller Bewerbungsunterlagen. Doch das perfekte Bewerbungsfoto muss einige Grundregeln befolgen. Lesen Sie deshalb hier, welche Dos und Don’ts für ein Bewerbungsbild gelten, welche Tricks Sie für mehr Aufmerksamkeit anwenden können und worauf Sie achten müssen.

Bewerbung / Neuorientierung
Veröffentlicht am 05.03.2018 von co2-kommunikation.ch

Das Bewerbungsbild sticht einem Recruiter meist als Erstes ins Auge. Gewollt oder ungewollt hat es dadurch einen grossen Einfluss auf die schlussendliche Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten. Zwar dürften Oberflächlichkeiten dabei nicht relevant sein, doch Hand aufs Herz: Die meisten Personaler lassen sich eben doch vom guten – oder schlechten – ersten Eindruck beeinflussen. Dieser findet jedoch nicht, wie Sie vielleicht annehmen würden, erst beim Vorstellungsgespräch statt, sondern eben bereits via Bewerbungsbild. Es ist also mehr als reiner «Schmuck» für Ihre Bewerbung. Doch worauf müssen Sie achten?

Rund 95 Prozent aller Schweizer Bewerbungen beinhalten ein Foto. Dementsprechend irritiert reagieren viele Recruiter, wenn sie Unterlagen ohne Bild in den Händen halten. Häufig vermuten Sie dann – drastisch ausgedrückt – «das Schlimmste» und sichten die Bewerbung entsprechend skeptisch. Wie bereits erwähnt, dürfen solche Faktoren aus rechtlicher Sicht für die Wahl keine Rolle spielen, doch Menschen sind schliesslich menschlich und das Bewerbungsfoto beeinflusst unweigerlich das Unterbewusstsein. Wenn keine dringenden Gründe dagegen sprechen, sollten Sie auch Ihrer Bewerbung also ein professionelles Bild beifügen. Dabei gilt es allerdings, einige wichtige Dos und Don’ts zu berücksichtigen:
 

Dos: So klappt das perfekte Bewerbungsfoto

  • Der Bildausschnitt umfasst bei einem Bewerbungsfoto in der Regel das Gesicht inklusive Frisur und den oberen Teil der Schultern. Ganzkörperfotos sind ebenso ungeeignet wie Nahaufnahmen. Dennoch muss und sollte das Foto nicht starr von vorne aufgenommen sein. Achten Sie auf schöne Linien, Diagonalen und Spannung im Bild, indem Sie zum Beispiel die Schultern leicht drehen oder den Kopf etwas neigen.
  • Wählen Sie daher passende Kleidung. Geeignet ist das Outfit, welches Sie auch zu einem Vorstellungsgespräch tragen würden. Bei einem Grossunternehmen können das Anzug oder Kostüm sein, bei einem Startup in der Kreativbranche hingegen eine bunte Bluse und Jeans. Überlegen Sie sich, welches Ihr «Image» sein soll und was zum Unternehmen passen könnte.
    Auch Ihre Frisur will wohlüberlegt und zum Job passend sein. Achten Sie ausserdem darauf, dass Ihr Gesicht – vor allem Augen und Mund – gut erkennbar ist und nicht von Haaren oder einem Brillengestell verdeckt wird.
  • Ihr Gesichtsausdruck ist das A und O eines gelungenen Bewerberbildes. Er sollte zu Ihrer Persönlichkeit passen, authentisch sein und sympathisch wirken. Ein strahlendes Lächeln ist stets eine gute Wahl, doch auch eine ernstere und damit professionellere Mimik kann gute Resonanzen hervorrufen. Schlussendlich müssen Sie sich mit dem Bild wohlfühlen, identifizieren und bestmöglich Ihren Charakter ausdrücken.
     

Don’ts: So werden Sie zum Schrecken für jeden Recruiter

  • Ein absolutes No-Go auf jedem Bewerbungsfoto ist ein unangemessenes Outfit im Sinne eines tiefen Ausschnittes, von zu kurzen Ärmeln oder einem seltsamen Slogan auf dem T-Shirt. Sie dürfen einerseits nicht zu viel Haut zeigen und sollten andererseits seriös gekleidet sein. Das bedeutet aber nicht langweilig, sondern es darf je nach Job gerne bunt oder individuell sein. Nur gilt es eben, das richtige Mass zu finden.
  • Eigenkreationen gelingen nur in den wenigsten Fällen. Wenn Sie also keine Ahnung von der Fotografie haben, suchen Sie für die Erstellung des Bewerbungsbildes einen Profi auf. Lassen Sie zudem die Finger von Urlaubsbildern, Partyfotos, Ganzkörperaufnahmen & Co.
  • Extravaganz ist mit Vorsicht zu geniessen. Ein buntes, auffälliges oder ungewöhnlich kreatives Bewerbungsbild muss unbedingt zur vakanten Stelle passen – dem bereits erwähnten Startup in der Kreativbranche zum Beispiel. Ansonsten ist weniger manchmal mehr!

Bildquelle: iStock