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Change Management - Veränderungsprozesse erfolgreich steuern

Stetige Veränderung gehört zum Leben und ist deshalb auch immer Bestandteil des beruflichen Alltags. Sei es, dass eine neue Software eingeführt werden soll, dass ein Team aufgelöst oder personell umgestaltet wird...

Führung
Veröffentlicht am 11.11.2019 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Stetige Veränderung gehört zum Leben und ist deshalb auch immer Bestandteil des beruflichen Alltags. Sei es, dass eine neue Software eingeführt werden soll, dass ein Team aufgelöst oder personell umgestaltet wird oder dass neue Ziele und Strategien des Unternehmens definiert werden - es gibt immer wieder Zeiten, in denen eine Umstellung notwendig wird. Doch Veränderung lässt sich nicht von jetzt auf gleich realisieren. Hier setzt das Change Management an, um die nötigen Prozesse in Gang zu setzen und auch um eventuelle Widerstände innerhalb der Belegschaft auszuräumen.

Was ist Change Management?
Allgemein ausgedrückt versteht man unter Change Management die Steuerung von Veränderungsprozessen in einem Unternehmen oder einer Organisation. Die Veränderungen können dabei Verhaltensweisen von Mitarbeitern, betriebliche Strukturen oder Strategien des Unternehmens umfassen. Die Umsetzung und Anpassung wird mit unterschiedlichen Methoden, Massnahmen und Konzepten erreicht.

Change Management in 4 Phasen
Die Veränderungsprozesse innerhalb des Change Managements können in vier Phasen unterteilt werden, um eine sinnvolle Struktur zu ermöglichen. Diese sind:

1. Die Analysephase: Analyse des Ist-Zustandes und Beginn des Umdenkens in der Führungsetage

2. Die Designphase: Festlegung geeigneter Massnahmen für die Veränderung

3. Die Umsetzungsphase: Umsetzung der Massnahmen nach verschiedenen Modellen und Ansätzen

4. Die Reflexionsphase: regelmässige kritische Prüfung der gewählten Massnahmen und eventuelles Gegensteuern

Kommunikation während des Change Managements
Einer der wichtigsten Aspekte für ein erfolgreiches Change Management ist die Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Zunächst gilt es dabei, eine anschlussfähige Kommunikationsmöglichkeit zu schaffen, also einen Austausch, der von den Teilnehmern als sinnvoll eingestuft wird und weitere Kommunikation nach sich zieht. Dabei ist auf jeden Fall eine gesunde Balance von Nähe und Distanz zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden zu wahren.

Zum Teil kann es auch nötig werden, gewisse Kommunikationsroutinen zu ändern, etwa indem Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern an deren Bedürfnisse angepasst oder zu Projekten moderierte Rückblicke eingeführt werden.

Eine offene Kommunikationsstrategie trägt auch dazu bei, Vertrauen zu schaffen. Veränderungsprozesse müssen von allen Beteiligten gleichermassen mitgetragen werden, um Erfolg zu haben. Vertrauen ist dabei unbedingt erforderlich.

Ziele des Change Managements festlegen
Die beste Methode, um Ziele einer Veränderung zu bestimmen, ist, Fragen an das betroffene Umfeld, also Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten usw. zu stellen. Nur wenn ein permanenter Dialog nach innen und aussen stattfindet, können Sie feststellen, ob die Zeit reif für Veränderung ist und wie diese konkret aussehen soll.

Unter Umständen ist ein externer Berater in diesem Zusammenhang sehr hilfreich, weil er neutral an Probleme herangeht und Fragen ganz unvoreingenommen stellen kann. Er sollte ein guter Beobachter sein und sich in die individuellen Belange Ihres Unternehmens hineindenken können, statt vorgefertigte Standardkonzepte zu liefern.

Change Management ist eine grosse Herausforderung
Die Umsetzung von Veränderungen im Unternehmen erfordert zum Teil einen langen Atem und läuft nicht oder nur selten ohne Probleme und Hindernisse ab. Sie sollten nicht der Illusion erliegen, dass Sie alles kontrollieren können, denn Veränderungen lassen sich nicht in allen Bereichen durchführen. Hinzu kommt, dass eine gewisse Stabilität gewahrt bleiben sollte. Auch hier ist die richtige Balance zwischen Veränderung und Bewahrung zu finden.

Je nachdem, wo das Change Management ansetzt, müssen sich nicht nur Abläufe ändern, sondern auch die entsprechende Unternehmenskultur. Als Führungskraft haben Sie grossen Anteil daran. Sie müssen sich allerdings bewusst machen, was Sie gestalten können und was nicht. Daraus folgt, dass Sie Ihr Selbstbild und Ihr Fremdbild als leitende Figur ständig miteinander abgleichen müssen, beispielsweise in ausführlichen Mitarbeitergesprächen, um ein Feedback zu bekommen.