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So erhöhen Führungskräfte die Loyalität ihrer Mitarbeiter

Loyalität bei Mitarbeitern herzustellen, ist eigentlich sehr simpel. Wenn Sie als Arbeitgeber oder Führungskraft die Mitarbeiterbindung erhöhen möchten, müssen Sie diesen schlichtweg ebenfalls Loyalität entgegenbringen. Lesen Sie hier, wie das geht und welcher Mechanismus dabei greift.

Führung
Veröffentlicht am 26.02.2018 von co2-kommunikation.ch

Die Mitarbeiterbindung ist ein Thema, welches aktuell viele Unternehmen beschäftigt. Gerade in Branchen, wo es an ausreichend qualifizierten Fachkräften mangelt – beispielsweise in der IT – geht der Trend immer mehr zum Jobhopping. Mitarbeiter, die nicht zu 100 Prozent glücklich sind, kündigen. Mitarbeiter, die ein besseres Angebot erhalten, kündigen. Mitarbeiter, die sich am Arbeitsplatz langweilen, kündigen – und suchen sich neue Abenteuer bei einem anderen Arbeitgeber. So oder so ähnlich gestaltet sich in vielen Schweizer Unternehmen der Alltag. Arbeitsverhältnisse werden immer unbeständiger und die Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber befindet sich im stetigen Sinkflug. Verzweifelt versuchen diese nun, Strategien gegen die Mitarbeiterfluktuation zu finden, schliesslich verursacht diese hohe Kosten und hinterlässt nicht selten Lücken im Unternehmen, zum Beispiel beim Knowhow, die länger- oder kurzfristig nicht geschlossen werden können. Dabei ist es häufig einfacher, Loyalität beim Mitarbeiter zu fördern, als Sie vielleicht denken: Sie beruht schlichtweg auf Gegenseitigkeit. Wenn Sie sich also Loyalität wünschen, müssen Sie Ihren Angestellten ebenfalls Loyalität entgegenbringen. Aber wie?  

Die Beziehung zwischen einem Arbeitgeber und einem Arbeitnehmer funktioniert prinzipiell ähnlich wie eine Freundschaft oder eine Liebesbeziehung. Wer möchte, dass sie hält, der darf nicht nur nehmen, sondern muss auch geben. In den letzten Jahren wurde aber schweizweit das Phänomen beobachtet, dass die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Arbeitgeber stetig sinkt. Arbeitsverhältnisse werden kurzlebiger und Fachkräfte lassen sich leichter von Headhuntern oder der Konkurrenz abwerben. Die Gründe dafür liegen natürlich einerseits in der besseren Position der Mitarbeiter: Hoch qualifizierte Fachkräfte werden zunehmend zur Mangelware und haben dadurch mehr Auswahl zwischen verschiedenen Jobangeboten. Das Risiko der Arbeitslosigkeit sinkt und simultan steigt die Kündigungsbereitschaft, wenn sich ein Arbeitnehmer an seinem aktuellen Arbeitsplatz unglücklich fühlt. Andererseits liegen die Ursachen aber auch in

  • mangelndem Vertrauen zum Arbeitgeber,
     
  • einem zu geringen Gefühl der Verbundenheit mit dem Unternehmen und
     
  • zu wenig Freude sowie andere positive Gefühle wie Leidenschaft oder Sinnhaftigkeit im Job.

Mitarbeiterbindung beruht auf Gegenseitigkeit – so viel wissen Sie jetzt bereits. Aber was bedeutet das? Ganz einfach: Wenn Sie als Arbeitgeber oder Führungskraft loyale Arbeitnehmer wünschen, müssen Sie eine Atmosphäre des Vertrauens kreieren. Die Mitarbeiter müssen sich bei Ihnen sicher fühlen und als Persönlichkeit entfalten können, ohne ständig Angst vor einer Kündigung zu haben. Sie müssen diesen Wertschätzung entgegenbringen, einen gemeinsamen Karriereplan entwickeln und den Mitarbeiter gemäss seiner individuellen Talente und Ziele fördern.

Menschen möchten auch als solche behandelt werden 
Was es also für mehr Loyalität braucht, ist wieder mehr Menschlichkeit. Lange Zeit mussten Arbeitnehmer glücklich sein, überhaupt einen einigermassen attraktiven Arbeitsplatz zu haben. Die Loyalität entstand also aus einer bescheidenen Dankbarkeit heraus, anstatt aus positiven Emotionen. Mittlerweile ist diese Dankbarkeit nicht mehr notwendig, denn vakante Stellen gibt es in zahlreichen Branchen viele. Stattdessen muss Loyalität aus Vertrauen wachsen, indem sich der Mensch auch als solcher behandelt und wertgeschätzt wird. Hören Sie also damit auf, Mitarbeiter als Nummer zu sehen und versuchen Sie, diesen als Individuum kennenzulernen und zu fördern, mit all seinen Stärken und Schwächen, Zielen und Ängsten, Bedürfnissen und Problemen.

Bildquelle: iStock