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Hilfe! Tipps bei Cybermobbing am Arbeitsplatz

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04. Dezember 2017
Mobbing am Arbeitsplatz ist keine neue Erscheinung, doch mittlerweile greift das Cybermobbing immer mehr um sich. Was können Betroffene tun?
Mobbing wird in vielen Unternehmen immer mehr zum Problem. Ob das wirklich an zunehmenden Zahlen bei Mobbingfällen liegt, ist fraglich. Die Vermutung liegt nahe, dass schlichtweg das Bewusstsein um die Problematik wächst und sich das Mobbing auf immer mehr verschiedene Kanäle ausweitet. So ist Cybermobbing längst kein Phänomen mehr, das nur an Schulen oder in der digitalaffinen Generation Y auftaucht. Stattdessen sind auch ältere Arbeitnehmer häufiger von Mobbingattacken über das World Wide Web betroffen – über Social Media Kanäle zum Beispiel. Wie also erkennen Sie Cybermobbing am Arbeitsplatz und wie können Sie sich als Betroffener dagegen wehren?


In einer aktuellen Umfrage gaben 70 Prozent der Befragten an, schon einmal von Gewalt am Arbeitsplatz betroffen gewesen zu sein. Mal waren sie Opfer, mal Täter und mal Beobachter. Alles in allem steigen die Zahlen nicht nur in der Schweiz aktuell Jahr für Jahr an. Hierzu zählt auch das Mobbing in seinen verschiedenen Ausprägungsformen. Dazu gehören zum Beispiel das Bossing durch den Chef, das Straining, um Mitarbeiter zu einer Kündigung zu bewegen, oder das Cybermobbing durch Kollegen. Beim Cybermobbing handelt es sich um
 
  • gezielte, systematische sowie anhaltende Angriffe des Opfers
     
  • von einem „mächtigeren“ Täter – häufig auch einer Gruppe – gegenüber einem schwächeren Individuum,
     
  • die häufig, in der Regel mindestens einmal pro Woche, stattfinden und
     
  • das Opfer psychisch und auf Dauer sogar physisch stark beeinträchtigen.

Beim Cybermobbing werden digitale Kanäle wie Facebook, Blogs, Foren, Messenger & Co genutzt. Häufig – aber nicht immer – verstecken sich die Täter dabei hinter der Anonymität des Internets. Beim Cybermobbing wird das Opfer bewusst ins Lächerliche gezogen, beleidigt, herabgewürdigt und gehänselt. Es werden Gerüchte verbreitet und Lügen erfunden. Auch die Nutzung von Fotomontagen ist im Internet kein seltenes Mittel. Manchmal gehen die Attacken sogar mit einer explizit ausgesprochenen Drohung oder Erpressung einher. Im Arbeitsumfeld sind die Täter oftmals Kollegen oder Vorgesetzte des Opfers. Ihre Beweggründe können in Persönlichkeitsstörungen wie dem Narzissmus liegen.

Wie können sich Opfer von Cybermobbing wehren? 
Das Cybermobbing zu ignorieren, führt leider nur für wenige Opfer zum Erfolg. Stattdessen ist es wichtig, dass Sie als Betroffener von Mobbing sich Hilfe suchen und der Familie, Freunden, Bekannten, einer Beratungsstelle, dem Vorgesetzten oder einem Psychotherapeuten anvertrauen. Sollte es sich bei dem Mobber um keine höhergestellte Person wie Ihren Chef handeln, versuchen Sie, ihm bestmöglich aus dem Weg zu gehen. Auch eine interne Versetzung kann hierbei zielführend sein. Wichtig ist zudem, dass Sie Beweise sammeln, damit Sie das Cybermobbing nachweisen können, sollte es zu einem Gerichtsprozess oder einem unternehmensinternen Schlichtungsverfahren kommen. Last but not least kann auch ein externer Jobwechsel die Situation entschärfen und Ihnen neue Perspektiven sowie Freude an Ihrer Arbeit schenken.




– by co2-kommunikation.ch –


Bildquelle: iStock
 

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