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Karriere allgemein

Jobmessen-Besuch: vom Kommunikationsstil bis zur Kleidungsauswahl

Karriere allgemein
30. Mai 2017
Der Besuch von Jobmessen ist für angehende Ausbildungs- und Hochschulabsolventen genauso wichtig wie für berufserfahrene Menschen mit Veränderungs- oder Karrierewunsch. Erfolgversprechend ist er nur bei guter Vorbereitung, zielgenauer Ansprache und Zeitplanung sowie sorgfältiger Nachbereitung.
Zu den wichtigsten Jobmessen in der Schweiz zählt unter anderem der Online-Karrieretag in Zürich. Diese kostenlose Recruiting-Veranstaltung richtet sich an 18- bis 30-jährige Studenten, Quereinsteiger und Young Professionals aus den Online-Branchen - aber auch an Personalberater. Auf dem Absolvententag ZHAW in Winterthur knüpfen Studierende und frische Absolventen Kontakte zu Vertretern von personalsuchenden Unternehmen. Care Fair in Zürich ist die Messe für Gesundheitsberufe: Hier treffen Mediziner, Pflegefachkräfte und therapeutisches Fachpersonal auf potenzielle Arbeitgeber wie Spitäler, Rehakliniken und Pflegeheime.


Vorbereitung und Tagesplanung

Der Erfolg von einem Jobmesse-Besuch beginnt mit der Vorbereitung. Dazu gehört die Auswahl des richtigen Angebots zum passenden Zeitpunkt. Er liegt auf jeden Fall vor dem Ende von Ausbildung oder Studium. Stellt sich Unzufriedenheit mit der aktuellen, beruflichen Situation ein, ist das ebenfalls der richtige Zeitpunkt für einen Jobmesse-Besuch. Das Verzeichnis der Unternehmen zeigt, an welchen Ständen sich ein Besuch lohnt. Dann beginnt die Auswahl: Es macht keinen Sinn, den ganzen Tag lang von einem Unternehmen zum nächsten zu laufen. Besser ist eine gezielte Ansprache von vielleicht einem halben Dutzend Firmen. Sie ergeben sich anhand der Fragen, was für den künftigen Bewerber überhaupt möglich ist, ob er selbst die Qualifikation dafür besitzt - und ob Nachfrage dafür besteht. Über diese Firmen ist der Besucher informiert, um gezielte Fragen stellen zu können. Eine Jobmesse ist interessant - aber anstrengend. Bei längerer Anreise empfiehlt es sich, am Vortag zu fahren und vor Ort zu übernachten.


Unterlagen und Zeitfenster

Natürlich nimmt der Jobmesse-Besucher Unterlagen von Zeugnissen bis zum Lebenslauf mit. Ob es sich dabei aber immer um die dicke Bewerbungsmatte handeln muss, ist eine Überlegung wert. Andererseits ist die Visitenkarte zu wenig - und sie wirkt möglicherweise etwas arrogant bei Menschen auf dem Weg zu Ausbildungs- oder Hochschulabschluss. Zwischen diesen Extremen liegt der Flyer im DIN A4-Format, beidseitig bedruckt und farbig mit Portraitfototo, Kontaktdaten sowie kurzen, übersichtlichen Angaben zu fachlichen Qualifikationen. Er wird dreiteilig gefaltet und besitzt dann das Leoporello-Format: übersichtlich und leicht zu handhaben. Parteien greifen in Wahlkampfzeiten zum Beispiel immer stärker auf diese Informationsflyer zurück, die dann zur Verteilung an die Haushalte gehen. Sinnvoll ist, den Jobmesse-Termin auf die Fachbesucher-Tage zu legen: Dann ist geringerer Publikumsverkehr und die Ansprechpartner sind weniger gestresst. Gute Zeitfenster liegen vormittags direkt nach Beginn der Jobmesse-Öffnung oder in den letzten ein bis anderthalb Stunden vor dem Ende abends oder spätnachmittags. Die Stoßzeiten zwischen 10 und 12 Uhr sowie zwischen 14 und 16 Uhr sind ungünstig.


Kleidung und Kommunikation

Natürlich spielt die Kleidung beim Jobmesse-Besuch eine große Rolle. Bei Perspektiven zwischen BWL und Jura, Karriereentwicklung und Beförderung sind Anzug mit Oberhemd und Krawatte Pflicht. Im Bereich Computer und Ingenieurwesen genügen die gepflegte, gebügelte (!) Jeans mit einem schicken Freizeithemd. Gammel-Look mit verknittertem T-Shirt und ausgelatschten Turnschuhen ist generell verboten. Das Stichwort für die richtige Kommunikationsstrategie lautet: aktives Zuhören. Auf Fragen nach Informationen, die das Unternehmen über sich selbst verbreitet (Internetauftritt), ist der Besucher ebenso vorbereitet wie auf solche nach seinen persönlichen Berufsvorstellungen.
 

Bildquelle: Thinkstock

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