„Casual Friday“: Aufgelockert ins Wochenende

Ob es einem persönlich liegt oder nicht: In vielen Branchen gilt ein Dresscode, an den man sich halten sollte. Abgesehen von den Konsequenzen, die es andernfalls von Vorgesetzten zu spüren geben könnte, gibt es noch wichtigere Gründe: den Respekt gegenüber Kunden, die Repräsentation des Unternehmens nach außen und die relative Wahrscheinlichkeit, so auch von Mitbewerbern möglichst ernst genommen zu werden. 

Karriere allgemein
Veröffentlicht am 28.03.2019 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Wenn Sie einen Job im vertrieblichen Außendienst, in einer Bankfiliale oder der Spitzenpolitik annehmen, wird Ihnen als Mann klar sein: Ohne Hemd und Sakko geht es in den wenigsten Fällen. Meistens sollte auch eine passende Krawatte dazu gewählt werden. Als Frau greifen Sie tendenziell zum Business-Kostüm mit Hose oder Rock. Letzterer sollte allerdings nicht zu kurz sein.

Es ist okay, wenn Menschen mit diesen Spielregeln nicht zurechtkommen bzw. sich solchen Dresscodes nicht unterwerfen möchten. Sie sind vielleicht besser in einer lässigen Digitalagentur oder in der IT-Entwicklung aufgehoben. Dort fühlt sich ein großer Teil der Fachkräfte in bunten T-Shirts mit witzigen Sprüchen wohler. Und die dürfen im Sommer sogar mit Shorts und Flip-Flops kombiniert werden. Vielleicht nur nicht gerade beim Pitch vor dem Nationalbank-Vorstand.

Modische Freiheit mit Grenzen
Bereits seit mehr als einem halben Jahrhundert etabliert sich, aus den USA und Kanada kommend, der „Casual Friday“ in vielen Unternehmen. In Richtung Wochenende blickend nimmt man es am (zumeist) Freitag etwas lockerer. Ursprünglich war damit gemeint, statt dem Anzug mal „nur“ ein legeres Hemd ohne Krawatte oder auch einen Rollkragenpulli unter dem Sakko zu tragen. Heute sind die Regeln meist nicht mehr so eng und „casual“ ist  mehr oder weniger zum Synonym für „alles ist erlaubt“ geworden. Nun ja – zumindest, solange nicht zu viel Haut gezeigt wird. Jeans haben sich damit in manchem Kreditinstitut als Option erwiesen, kurze Hosen werden dort wohl auch in Zukunft tabu bleiben.

Motivations-Steigerung zum Ende der Woche hin
Weniger als um modische Fragen geht es beim Casual Friday darum, sich als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter etwas individueller präsentieren zu können. In der Farbwahl, im Schnitt, in der Textilien-Wahl etwas freier zu sein. Nicht zuletzt spielt dabei der Gedanke mit, die Freude auf den Gang ins Büro vor dem Wochenende nochmal zu befeuern: Die allgemeine Arbeitsmoral zu heben und die Motivation zu steigern.

In einem schlechten Unternehmensklima damit das Ruder herum zu reißen und für blendende Stimmung zu sorgen, wird nicht gelingen. Ein grundsätzlich funktionierender Betrieb kann vom „lockeren Freitag“ aber sicher noch zusätzlich profitieren.

 

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