Kleines Einmaleins der Stress-Bewältigung

Wer fleissig arbeitet, muss auch mal ruhen. Das bedeutet idealer Weise nicht, zum Feierabend im Zombie-Modus aus dem Betrieb zu wanken und sich daheim erschöpft auf die Couch zu werfen.

Karriere allgemein
Veröffentlicht am 03.04.2018 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Um gar nicht erst in diese manifestierte Erschöpfung zu geraten, empfiehlt es sich, den Arbeitstag mit Entspannungseinheiten aufzulockern. Immerhin gibt es nicht nur zahlreiche Studien, die belegen, dass sich kurze Regenerationsphasen positiv auf die Gesamtleistung auswirken - schon allein der Hausverstand besagt genau das. Der sinkende Stress-Pegel wird für das Individuum, aber auch für dessen aufmerksames Umfeld spürbar sein.

Entschleunigung ab der Haustüre
Wo es die räumliche Nähe zulässt, könnte der Tag damit beginnen, den Arbeitsweg zu Fuss oder per Velo zu bestreiten. Im Idealfall bietet die Firma eine Möglichkeit zu duschen, da eine frühmorgendliche Radfahrt gerade in den Sommermonaten oft zu Schweissausbrüchen führt. Zu Mittag würde zudem der Radius für erreichbare Lokalitäten erweitert, und die abendliche Heimreise trüge zur Entschleunigung und zur Stressverarbeitung bei.

Auflockernde Übungen, die niemanden stören
Nicht jedes Unternehmen wird den stark gewachsenen Trend zum Yoga mitmachen und ein entsprechendes Training anbieten können. Etwas Gymnastik vor dem Bildschirm -  Strecken der Extremitäten, auflockerndes Hüpfen (nicht: störendes Springen!) am Platz und ein paar Dehnungsübungen - ist aber rasch erledigt und kann ganz einfach im Stundentakt für drei bis fünf Minuten eingestreut werden. Wer mag, setzt zur Unterstützung bunte Gymnastikbänder ein, die um wenige Schweizer Franken zu haben sind und sich platzsparend in der Schreibtischschublade verstauen lassen. In diese wenigen Minuten ist zudem der regelmässige Schluck Wasser wunderbar zu integrieren.

Nur kein schlechtes Gewissen
Wer sich sorgt, von Kollegen und Vorgesetzten misstrauisch beäugt zu werden, sollte bedenken: Über eine regelmässige Rauchpause würde sich kaum jemand beschweren. In diesem Sinn könnte ein (stilles) Gegenrechnen mit rauchenden Mitarbeitenden das eigene Selbstbewusstsein stärken.

Konzentration wieder finden
Die Mittagspause schliesslich sollte dann tatsächlich ein echtes Abschalten ermöglichen: Keine Rufumleitung auf das Smartphone, kein Essen vor dem Bildschirm, am besten raus an die frische Luft; oder auch mal in der Gemeinschaftsküche für das bzw. mit dem Team kochen. Die Essenz der Pausen ist nämlich, regelmässig aufzustehen, um zumindest kurz auf andere Gedanken zu kommen.

Das mag auf den ersten Blick als unwillkommene Ablenkung von wichtiger und drängender Arbeit erscheinen. Aber sind sich unterhaltende Kollegen am Nebentisch oder klingelnde Telefone, die im Gegensatz dazu eben nicht planbar sind, eher willkommen? Eben. Das kurze Abschalten hilft dabei, sich von genau diesem ablenkenden Grundrauschen zu entfernen, sich neu zu sammeln und die Konzentrationsfähigkeit zu stärken.