Sieben Tipps, um Überstunden zu vermeiden

Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sind angehalten, Überstunden zu vermeiden. Die Realität sieht leider anders aus und viele Angestellte verlassen erst nach 20 Uhr das Büro. Mit diesen sieben Tipps vermeiden Sie Überstunden.

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Veröffentlicht am 23.09.2019 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Arbeitgeber wie Arbeitnehmer sind angehalten, Überstunden zu vermeiden. Die Realität sieht leider anders aus und viele Angestellte verlassen erst nach 20 Uhr das Büro. Dabei lassen sich mit etwas Organisation Überstunden vermeiden. Mit diesen sieben Tipps funktioniert es.

1. Unangenehme Arbeiten gleich erledigen
An Überstunden ist nicht immer der Chef oder die Auftragslage schuld. Wenn Sie dazu neigen, ungeliebte Aufgaben vor sich herzuschieben, verursacht Ihnen Ihre Arbeitsweise die Mehrbelastung. Erstellen Sie sich gleich zu Beginn des Arbeitstages eine To-do-Liste und erledigen Sie die ungeliebten Aufgaben sofort. So liegt die grösste Belastung schnell hinter Ihnen, Sie haben ein Erfolgserlebnis und den Kopf frei für leichtere Tätigkeiten.

2. Beissen Sie sich nicht in Details fest
Gehören Sie zu den Perfektionisten, bei denen gleich der erste Entwurf sitzen muss? Wenn Sie ständig Projekte überarbeiten und korrigieren, sitzen Sie noch weit nach Feierabend im Büro. Legen Sie Ihre Angst vor Kritik und die Liebe zum Detail ab. Um Überstunden zu vermeiden, hat sich bewährt, für wiederkehrende Arbeiten Vorlagen anzulegen und die Arbeitsschritte festzulegen. Das hilft Ihnen, zu entscheiden, wann eine Rohfassung ausreicht und in welchem Fall Sie tatsächlich mehr Energie investieren müssen. Bei der Entscheidungsfindung hilft Ihnen rechtzeitiges Feedback von Kollegen und Vorgesetzten. Handeln Sie nach dem Pareto-Prinzip. Das besagt, dass 80 % einer Aufgabe mit 20 % Arbeitsaufwand realisiert werden und die übrigen 80 % Einsatz auf den Rest verwendet werden.

3. Vermeiden Sie Ablenkungen
Wie eine Studie aus England zeigt, werden von acht Stunden Arbeitszeit am Tag gerade einmal knapp drei Stunden produktiv genutzt. Um Überstunden zu vermeiden, müssen Sie daher an Ihrer Produktivität schrauben. Dabei gilt es zunächst, sämtliche Ablenkungen auszuschalten. Legen Sie klare Zeiten fest, in denen Sie E-Mails oder Chatnachrichten beantworten. Lenken Sie die Hintergrundgeräusche im Büro ab, greifen Sie zu sogenannten Noise-Cancelling-Kopfhörern. Daneben haben sich bestimmte Tools und Apps bewährt, um das individuelle Zeitmanagement zu optimieren.

4. Lernen Sie zu delegieren
Wenn Sie alles alleine machen, gehören Überstunden zu Ihrem Berufsalltag. Gerade Führungskräfte tun sich schwer damit, Aufgaben aus der Hand zu geben. Ein Irrtum, denn zu einer guten Mitarbeiterführung gehört auch das Delegieren von Tätigkeiten. Lassen Sie los und schenken Sie Ihren Mitarbeitern mehr Vertrauen.

5. Mut zum Nein sagen
Ihr Schreibtisch bricht vor unerledigten Aufgaben zusammen und dann fragt der Kollege nach Hilfe bei einem Projekt? Während der sich freut und pünktlich nach Hause geht, schieben Sie Überstunden, um Ihre Arbeit zu schaffen. Setzen Sie Prioritäten und nehmen Zusatzaufgaben erst dann an, wenn Ihre To-do-Liste abgearbeitet ist.

6. Setzen Sie sich einen Endzeitpunkt
Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die erst beruhigt in den Feierabend gehen können, wenn alles erledigt ist. Das gelingt nur selten. Um Überstunden zu vermeiden, planen Sie Abendaktivitäten wie Sport oder einen Sprachkurs. Das hilft Ihnen, pünktlich das Büro zu verlassen.

7. Grenzen definieren
Überstunden gegenüber dem Chef ablehnen erfordert Mut. Besser ist es, wenn Sie dieses Thema rechtzeitig mit Ihrem Vorgesetzten besprechen. Fest vereinbarte Überstundentage für den Notfall signalisieren Ihrem Vorgesetzten Ihre Motivation. Liegt das Problem in einer generell zu hohen Belastung, kann ein Gespräch über eine Umverteilung von Aufgaben sinnvoll sein. Lassen sich Überstunden gar nicht vermeiden, schlagen Sie Ihrem Chef das Home-Office vor. So bleiben Sie flexibler.

 

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