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Kreativität fördern für Dummies

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05. Februar 2018
Kreativität und Produktivität lassen sich nicht immer unter einen Hut bringen. Lesen Sie hier, was Führungskräfte für ein kreatives Team tun können.
Eine hohe Produktivität gehört natürlich in quasi allen Unternehmen zu den Klassikern unter den Zielvorgaben. Doch ganz oben auf der Liste sind in der Regel auch Begriffe wie Kreativität oder Innovation zu finden. Und genau hier beginnt das Dilemma: Kreativität und Produktivität lassen sich nur schwierig miteinander vereinbaren. Wer produktiv und damit zeiteffizient arbeitet, hat meist schlichtweg nicht genug Zeit, um kreativ zu sein – oder, um seine innovativen Ideen aufzuschreiben. Doch Kreativität ist flüchtig und wo nicht ausreichend Flexibilität und Zeiträume vorhanden sind, sind solche Ideen meist verflogen, bevor sie jemand festgehalten hat. Wie also kann eine Führungskraft Mitarbeiter zur Produktivität anhalten und dennoch deren Kreativität fördern?


Was unterscheidet hoch innovative Unternehmen wie Apple oder Tesla von ihren Konkurrenten? Hier gibt es gewiss nicht die eine richtige Antwort, doch dürfte das Stichwort der Innovation dabei eine tragende Rolle spielen. Wie schaffen es diese Firmen, immer wieder neue Ideen hervorzubringen und dem Markt dadurch einen grossen Schritt voraus zu sein? Und vor allem: Wie können sie diese Vorreiterrolle beibehalten? Irgendwie scheinen sie den Spagat zwischen Kreativität und Produktivität optimal zu meistern. Sie bringen einzigartige Ideen hervor und setzen diese schneller in die Realität um als jeder Konkurrent. Genau diese Innovationskraft fängt aber nicht beim grossen Ganzen an, sondern bei den einzelnen Mitarbeitern. Deshalb sollten Führungskräfte Kreativität ab sofort gezielt fördern – und zwar wie folgt:
 
  • Planen Sie „Kreativitätszeiträume“ ein: Wie bereits erwähnt, stellt die Zeit häufig das grösste Problem dar, wenn es um die Kreativität geht. Sie müssen Ihren Mitarbeitern daher die notwendige Flexibilität einräumen, um kreative Phasen auch nutzen zu können. Planen Sie bewusst einen Puffer in alle Zeitpläne, Projekte und Deadlines ein, um Raum für Kreativität zu schaffen. Kommunizieren Sie Ihr Anliegen offen gegenüber den Mitarbeitern, damit diese auch den Mut haben, diese Flexibilität zu nutzen.
     
  • Wertschätzen Sie kreative Ideen: Mut ist ebenfalls ein wichtiges Stichwort. Viele Mitarbeiter trauen sich nicht, ihre Ideen mit Kollegen oder Vorgesetzten zu teilen. Sie haben Angst, ihre Idee könnte als unbrauchbar abgetan werden oder der Chef könnte ihnen vorwerfen, ihre Zeit nicht sinnvoller genutzt zu haben. Als Führungskraft sollten Sie daher jede kreative Idee Ihrer Mitarbeiter willkommen heissen. Bringen Sie jenen Mitarbeitern, welche innovativ denken und den Mut fassen, offen darüber zu sprechen, Wertschätzung für ihr Verhalten entgegen. Etablieren Sie also eine Kultur, die jeden kreativen Funken offen aufnimmt.
     
  • Werden sie zum Störfaktor: Der grösste Feind der Kreativität ist Routine. Routine hingegen macht effizient. Als Führungskraft sollten Sie ein Gespür dafür entwickeln, wann diese Routine Ihren Mitarbeitern guttut und wann Sie diese lieber aus dem Alltag herausreissen sollten, um wieder ihre Kreativität anzukurbeln. Eine Weiterbildung kann dabei ebenso effizient sein wie ein wenig bewusst herbeigeführtes Chaos. Stellen Sie den Mitarbeiter doch einfach vor ein gänzlich neues Problem – und Sie werden sehen, wie seine grauen Zellen auch Hochtouren kommen.




– by co2-kommunikation.ch –


Bildquelle: iStock

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