Die gläserne Mauer für Managerinnen 50+

Viele Managerinnen schildern, ab ihrem 50. Geburtstag an eine Art gläserne Decke zu stossen. Ist die Karriere ab 50 also aus und vorbei?

Mitarbeiter 50+ / Pensionierung
Veröffentlicht am 11.05.2017
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Dass es in den Führungsetagen immer noch deutlich weniger Frauen als Männer gibt, ist ein Problem der westlichen Geschäftswelt, das auch die Schweiz betrifft. Auch, aber nicht nur, aufgrund der Kindererziehung ist es für Frauen schwieriger, in Führungspositionen oder sogar das höhere Management aufzusteigen. Sie stehen dann häufig vor der Wahl: Kind oder Karriere?! Und selbst, wer es geschafft hat, hat oft nur wenig Grund zur Freude: Frauen werden auch in Führungspositionen durchweg schlechter bezahlt als Männer mit gleicher Qualifikation und vergleichbarem Verantwortungsbereich. Zudem stossen Managerinnen ab 50 oft an eine Art gläserne Decke. Während die männlichen Kollegen bis Mitte 50 oder sogar 60 immer weiter aufsteigen, ist für die meisten Frauen ab dem 50. Geburtstag Schluss mit der Karriere. Traurig, aber wahr. Woran liegt das?


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Nicht jede Frau träumt von der grossen Karriere – doch wer es tut, wird häufig bitter enttäuscht. Egal, wie weit Sie es bis zu Ihrem 50. Geburtstag geschafft haben, anschliessend geht es bergab. In Studien beschreiben Managerinnen über 50, dass ihre Macht nur noch dem Schein diene, der Aufstieg plötzlich stagniere und sich all die Mühe der letzten Jahre schlussendlich nicht (ausreichend) ausgezahlt habe. Während die männlichen Kollegen in Geld und Macht schwimmen und bis gut in die 60er noch Karrierehighlights verzeichnen, fühlen sich Managerinnen spätestens ab 50 benachteiligt, frustriert und auf dem Abstellgleis geparkt. Die Rate jener Frauen in Führungspositionen, die in den 50ern plötzlich ihre Arbeitsstelle verlassen oder noch einmal wechseln, ist vergleichsweise hoch.


Aus und vorbei: Gründe für die Stagnation ab 50


Angesichts ihrer Schilderungen liegen die Gründe für diese Entscheidung auf der Hand. Doch wieso werden Managerinnen eigentlich ab ihrem 50. Geburtstag dermassen benachteiligt, dass sie ihre hart erarbeitete Führungsposition freiwillig aufgeben? Die Antwort lautet: Ernüchterung! Bereits als Kind wurde den heutigen Managerinnen eingebläut, Erfolg liesse sich durch harte Arbeit, Hingabe und Durchhaltevermögen erzwingen. Sie haben daraufhin ihr Privatleben, den Kinderwunsch oder auch ihre Gesundheit vernachlässigt, um Höchstleistungen zu erbringen – stets in der Erwartung einer entsprechenden Belohnung. Doch diese kommt nicht. Zumindest nicht in dem Masse, welches sich die Frauen erträumt haben – und welches sie wohlgesagt durchaus verdient hätten. Stattdessen müssen sie stillschweigend dabei zusehen, wie ihre Karriere ab 50 den Bach hinabgeht und sie an eine gläserne Mauer oder auch Panzerglasdecke stossen, während sie von ihren männlichen Kollegen überholt werden. Klingt unfair? Ist es auch! Doch bis in der Gesellschaft sowie bei den Entscheidungsträgern in den Schweizer Unternehmen diesbezüglich kein Umdenken stattgefunden hat, bleibt den Managerinnen wohl keine andere Wahl als weiterhin für ihre Rechte und die Gleichberechtigung zu kämpfen – und dadurch zumindest für ihre Nachfolgerinnen Chancengleichheit zu schaffen und die gläserne Mauer namens „Managerin 50+“ abzureissen.