So werden Sie ein guter Chef

Zum Chef wird man manchmal über Nacht. Die gute Nachricht: Mit etwas Motivation und Lernbereitschaft können Sie sich die Kunst der Mitarbeiterführung aneignen. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.

Personalpolitik / MA-Rekrutierung
Veröffentlicht am 26.09.2019 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Zum Chef wird man manchmal über Nacht. Da bleibt oft nicht genug Zeit, sich über die eigenen Führungsqualitäten bewusst zu werden. Die gute Nachricht: Mit etwas Motivation und Lernbereitschaft können Sie sich die Kunst der Mitarbeiterführung aneignen. Hier erfahren Sie, worauf es ankommt.

Managen Sie noch oder führen Sie schon?
Management wird häufig mit Mitarbeiterführung verwechselt. Als guter Chef müssen Sie sich als Manager darum kümmern, dass alle Abläufe reibungslos funktionieren. Sie wissen, welche Aufgaben anstehen, geben die Anleitung und delegieren entsprechende Teile an das Team. Mitarbeiterführung geht jedoch einen Schritt weiter. Denn dabei werden die gesteckten Ziele erreicht, indem die Angestellten gefördert werden. Als Führungskraft wissen Sie daher um die Potenziale im Team, geben Orientierung und entwickeln Strategien, um menschliche wie betriebliche Abläufe zu optimieren. Zur richtigen Mitarbeiterführung gehört ferner der Umgang mit Konflikten.

Führungsstil: Die Mischung macht es
Dabei ist kein Chef wie der andere. Aus Erfahrung als Angestellter wissen Sie, wie unterschiedlich Vorsitzende auftreten können, denn jeder verfolgt einen anderen Führungsstil. Dies sind die drei Hauptführungsstile:

Autoritärer Führungsstil: Hier gibt der Chef ohne die Mitarbeiter einzubeziehen den Kurs vor. Ein Mitspracherecht existiert nicht. Das kann zu einer Art Diktatur am Arbeitsplatz führen und den Verlust von Eigenverantwortlichkeit bedeuten. Auf der anderen Seite laufen Prozesse und Entscheidungen schnell und effizient ab.

Kooperativer Führungsstil: Entscheidungen werden gemeinsam getroffen und Konflikte diskutiert. Das fördert die Selbständigkeit, kann jedoch zeitintensiv sein.

Laisser faire: Jeder wie er mag - der Chef überlässt den Mitarbeitern das Ruder. Das kann in der Kreativbranche funktionieren, mündet allerdings meist im Chaos, weil es keinen klaren Kurs gibt.

Sicher fragen Sie sich, welcher Führungsstil der beste ist. Hier kommt es auf eine gesunde Mischung an. Manchmal müssen Sie autoritärer agieren, dann wieder mehr auf Teamarbeit setzen. Machen Sie sich daher intensiv mit den einzelnen Stilen vertraut, um Ihr Profil zu entwickeln.

Sieben Fehler, die Sie als Chef vermeiden sollten
In der Chefrolle wachsen Sie an Ihren Aufgaben. Geben Sie sich nicht dem Perfektionswahn hin, aber vermeiden Sie die folgenden Fehler:

1. Den Mitarbeitern keine Ziele geben: Legen Sie mit Ihren Mitarbeitern regelmässig individuelle Ziele fest und warten Sie nicht auf Eigeninitiative.

2. Kein Feedback geben: Mitarbeiter brauchen Ihre Rückmeldung. Lob, wenn alles läuft und konstruktive Kritik, um vorwärtszukommen.

3. Pedantisch sein: Zu viel Kontrolle durch den Chef hemmt eigenverantwortliches Handeln und Innovationskraft. Lernen Sie, Verantwortung zu delegieren.

4. Keine Förderung: Geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung und empfehlen Sie geeignete Seminare.

5. Keine Kommunikationskultur: Wer Angst vor dem Chef hat, bleibt still. Sorgen Sie für ein Klima, in dem jeder Probleme artikulieren kann.

6. Kein Lob: Leistungen müssen anerkannt und gewürdigt werden. Machen Sie sich positives Feedback zum Teil Ihres Arbeitsalltags.

7. Mangelnde Verantwortung: Seien Sie nicht der Chef, der Misserfolge auf das Team abschiebt. Gehen Sie offen mit eigenen Fehlern um und suchen Sie konstruktive Lösungswege.