myjob
Mitarbeiter 50+ / Pensionierung

Sinnkrise als Chance für ältere Mitarbeiter

Mitarbeiter 50+ / Pensionierung
10. August 2017
Eine Sinnkrise bedeutet stets die Chance auf Verbesserung. So sollten Mitarbeiter 50plus mit einer Sinnkrise im Berufsleben umgehen.
Jeder Mensch durchleidet im Leben mehrere Sinnkrisen unterschiedlicher Art. Manchmal verlieren Sie nach einer Trennung den Glauben an die Liebe. Ein anderes Mal merken Sie plötzlich, dass Sie auf Ihrem Karriereweg die falsche Abzweigung genommen haben. Vor allem Mitarbeiter 50plus rutschen häufig in eine Sinnkrise, wenn sie merken, dass sich ihre berufliche Laufbahn dem Ende neigt, dass nur noch die jüngeren Mitarbeiter befördert werden oder dass es zunehmend an Wertschätzung von der Arbeitgeberseite und eventuell auch den Kollegen fehlt. Doch eine Sinnkrise bedeutet nicht, dass Sie zwangsweise die Wahl haben, entweder noch einige unglückliche Jahre im alten Job zu verbringen oder verfrüht die Pensionierung anzutreten. Sie kann stattdessen eine Chance auf Verbesserung bedeuten und Ihnen Mut zur Veränderung machen. Wie also sollten Sie als Mitarbeiter über 50 mit einer solchen Sinnkrise umgehen?


Ohne Krise keine Weiterentwicklung, heisst es von Psychologen, und an dieser Aussage ist durchaus ein wahrer Kern zu finden. Denken Sie einmal zurück: In welchen Phasen Ihres Lebens haben Sie sich persönlich oder beruflich am meisten weiterentwickelt? Richtig, das waren jene, in welchen es Ihnen schlecht ging, Sie gelitten und vielleicht an allem und jedem gezweifelt haben. Nur durch Leid entsteht Veränderung im Leben. Denn wer mit seiner aktuellen Situation zufrieden ist, hat keinen Drang, daran etwas zu ändern. Doch wenn Sie einmal ganz ehrlich sind: Waren Sie in der Vergangenheit hinterher nicht immer froh über die Veränderung? Haben Sie sich nicht im Nachhinein besser, stärker und glücklicher gefühlt als jemals zu vor? So schmerzhaft solche Sinnkrisen auch sind, so positiv sind sie meist rückblickend zu betrachten. Auch wenn es Ihnen momentan schwerfällt, sollten Sie diese deshalb als Chance betrachten, statt als Belastung.


Sinnkrise mit 50plus – und jetzt?

Wenn Sie mit über 50 plötzlich merken, dass Sie im Berufsleben immer unzufriedener werden und geradezu in eine Sinnkrise schlittern, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

 
  • Welche Wünsche haben Sie für Ihre berufliche Zukunft?
     
  • Wenn Sie die freie Wahl hätten: Wo, wann und als was würden Sie gerne arbeiten?
     
  • Benötigen Sie Hilfe bei der Veränderung und wenn ja, in welcher Form? Wäre vielleicht der Besuch bei einem Karriereberater oder einem Psychotherapeuten sinnvoll?
     
  • Welche Einschränkungen, zum Beispiel gesundheitlicher Art, müssen Sie bei der Jobsuche berücksichtigen?
     
  • Worauf legen Sie im Berufsalltag besonders grossen Wert? Anerkennung? Flexibilität? Ein hohes Gehalt?


Mit 50 Jahren und mehr sind Sie keinesfalls zu alt für einen Jobwechsel. Stattdessen sollten Sie die Sinnkrise als Zeichen sehen, dass es Zeit für eine Veränderung wird. Machen Sie sich bewusst, welche Veränderung Sie sich wünschen, inwiefern diese realistisch ist und setzen Sie diese um. Nur Mut!




– by co2-kommunikation.ch –



Bildquelle: thinkstock

Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Pensionierung: Länger arbeiten – ja oder nein?

Pensionierung: Länger arbeiten – ja oder nein?

02. Oktober 2017 //

Es gibt Menschen, die fiebern auf die Pensionierung hin…
Mehr

7.000 Kilometer – Wandern für den Job

7.000 Kilometer – Wandern für den Job

27. April 2017 //

Weil er keinen neuen Job findet, möchte ein Deutscher 7.000…
Mehr

Dann sind sie plötzlich weg vom Fenster - myjob.ch

«Dann sind sie plötzlich weg vom Fenster»

04. März 2012 // Wie sich über 50-Jährige besser auf dem Arbeitsmarkt positionieren. Ist die… Mehr

Telecom System Engineer (m/w) Alpiq InTec Schweiz
Servicemonteur Elektro (m/w) Alpiq InTec Schweiz
Servicemonteur Elektro (m/w) Alpiq InTec Schweiz
Mitarbeiter/in für Digitalisierungsprojekte (50%) Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW
Dozent/in Historische Posaune (20–30 %) Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW