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Tipps: Frischer Wind als frische Führungskraft

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24. März 2017
Frische Führungskraft? Hier finden Sie praktische Tipps für den Einstieg und Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Klicken, lesen und frischen Wind mitbringen!
Frischer Wind ist wichtig für jedes Unternehmen. Gerade in den Führungsetagen kann es nicht schaden, wenn hin und wieder ein „Externer“ die Führungsrolle übernimmt und dadurch neue Denkansätze sowie eine unverfälschte Sicht auf die Position mit sich bringt – bevor die altbekannte Betriebsblindheit einsetzt. Doch gerade, wenn sich die Mitarbeiter vielleicht selbst eine Beförderung auf die besagte Führungsposition erhofft haben, kann es für die neue Führungskraft zur echten Mammutaufgabe werden, als Vorgesetzter akzeptiert zu werden und zugleich ein auf Sympathie beruhendes Verhältnis zu den Mitarbeitern zu finden. Hinzu kommen die Erwartungen der Geschäftsführung, die sich von einer frischen Führungskraft in der Regel auch schnelle Ergebnisse erhoffen. Wie also gehen Sie diesen Spagat am besten an?

– by co2-kommunikation.ch –

Als frische Führungskraft möchten und sollten Sie Veränderungen mit sich bringen. Doch genau dieses Wort hören nur die wenigsten Mitarbeiter (und Unternehmen) gerne. Schliesslich suggeriert es, dass bisher ein paar Dinge „falsch“ gehandhabt wurden und dass Sie es „besser“ wissen. Klar, dass da Widerstand oder sogar offen ausgetragene Konflikte oft nicht lange auf sich warten lassen. Als Führungskraft sollten Sie daher nicht nur über Hard Skills wie technisches Knowhow verfügen, sondern auch über Soft Skills wie Empathie und Kommunikationsfähigkeit. Noch grösser sind die Herausforderungen oft für frische Führungskräfte, die selbst nicht aus dem Unternehmen kommen, sondern extern angeworben wurden und aus der Sicht der Mitarbeiter vielleicht den internen Anwärtern ihre Stelle weggenommen haben. Wie also können Sie als externe Führungskraft frischen Wind in Ihre neue Position mitbringen, ohne dabei Ihre Mitarbeiter zu verärgern? Wir haben jetzt fünf praktische Tipps für Sie:
 
  1. Spielregeln: Natürlich sollten Sie erst einmal freundlich, aufgeschlossen, bescheiden und zurückhaltend auftreten und die Situation analysieren, bevor Sie Umwälzungen vornehmen. Dennoch ist es wichtig, dass Sie von Beginn an Ihre individuellen Spielregeln festlegen und offen kommunizieren. Fordern Sie also auf eine positive Art und Weise Respekt ein – das erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl.
     
  2. Berechenbarkeit: Sie haben nun die erste Hürde genommen. Was jetzt zählt, sind Konsequenz und Berechenbarkeit. Halten Sie an Ihren Spielregeln fest. Reagieren Sie auf gleiche Verhaltensweisen auch immer gleich, sprich berechenbar. Machen Sie Entscheidungen niemals von Ihrer Laune, der Tageszeit oder Sympathien gegenüber dem Bittsteller abhängig, sondern von objektiven und belegbaren Fakten.
     
  3. Zielvereinbarungen: Sie sollten mit Ihrem Team zu Beginn Ihrer neuen Stelle unbedingt gemeinsame Ziele entwickeln – und zwar in einem gleichberechtigten Austausch. Je mehr Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, an den Zielvereinbarungen beteiligt zu sein, umso motivierter werden Sie diese mittragen und verfolgen.
     
  4. Interesse: Ihre Mitarbeiter sind keine Roboter oder Maschinen, sondern Menschen. Geben Sie sich Mühe, diese kennenzulernen. Bezeugen Sie Interesse, versuchen Sie die einzelnen Teammitglieder individuell zu fördern und fragen Sie direkt nach deren Karrierezielen. Bieten Sie Ihre Unterstützung an und zeigen Sie Verständnis. Ihre Botschaft sollte sein: Auch ich bin „nur“ ein Mensch.
     
Wertschätzung: Drücken Sie Ihren neuen Mitarbeitern gegenüber Wertschätzung aus – für alle bisherigen Leistungen, ihre Arbeit und ihre Person. Fördern und fordern Sie diese anhand ihrer individuellen Talente und Fähigkeiten.


Bildquelle: Thinkstock

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