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Führung

Verschiedene Arbeitnehmertypen richtig führen

Führung
04. Juli 2017
Als Führungskraft werden sie tagtäglich mit unterschiedlichen Arbeitnehmertypen konfrontiert. Wie Sie diese richtig führen, erfahren Sie hier!
Jeder Mensch ist ein Individuum und das ist auch gut so! Die Unterschiede zwischen den Persönlichkeiten machen das Berufsleben bunter und bringen für das Unternehmen zahlreiche Vorteile mit sich, zum Beispiel unterschiedliche Problemlösungsansätze, eine Steigerung der Kreativität und gegenseitige Ergänzung der Arbeitnehmertypen. So gibt es zum Beispiel den Selbstdarsteller, das „fleissige Bienchen“ oder den Kollegen aus der Gerüchteküche. Jedes Team braucht einen solch bunten Mix an Persönlichkeitstypen, um bestmöglich funktionieren zu können. Wo Menschen unterschiedlich sind, denken und handeln, herrscht jedoch auch stets die Gefahr von Konflikten. Für Sie als Führungskraft bedeutet das eine grosse Herausforderung. Sie müssen die Unterschiede zwischen den Arbeitnehmertypen kennen und damit umzugehen lernen. Wir verraten Ihnen deshalb heute, welche „klassischen“ Persönlichkeiten in beinahe jedem Team zu finden sind und wie Sie diese richtig führen.


– von Content-Service by co2-kommunikation.ch –
 
  1. Die Tratschtante: Es gibt Menschen, welche die meiste Zeit des Tages mit Reden beschäftigt sind. Sie sind stets über alle Neuigkeiten informiert und gehen darin auf, diese ihren Kolleginnen und Kollegen brühwarm mitzuteilen. Sie sind einerseits wertvoll, denn sie halten das Team zusammen und schaffen eine freundschaftliche sowie kommunikative Atmosphäre. Als Führungskraft sollten Sie jedoch wachsam bleiben, um frühzeitig zu verhindern, dass die Tratschtante zur Lästertante wird und gegen Teammitglieder zu hetzen oder sogar mit Mobbing beginnt. Übrigens sind die grössten Tratschtanten nicht immer unbedingt die weiblichen Mitglieder eines Teams.
     
  2. Der Selbstdarsteller: Besonders ambitionierte Teammitglieder, welche es auf die grosse Karriere abgesehen haben, neigen meist zur Selbstdarstellung. Sie möchten stets im Mittelpunkt stehen, Lob für ihre Leistungen erhalten und versprechen sich daraus natürlich eine Beförderung auf die nächste Stufe der Karriereleiter. Leider zeigt dieser Arbeitnehmertyp häufig narzisstische Persönlichkeitszüge. Als Führungskraft ist es daher wichtig, dass Sie ihm zwar einerseits Wertschätzung und Anerkennung zukommen lassen, andererseits aber auch frühzeitig in seine Schranken weisen, wenn er Ihre oder die Grenzen der anderen Teammitglieder überschreitet.
     
  3. Das „fleissige Bienchen“: Während die meiste Aufmerksamkeit auf dem Selbstdarsteller oder der Tratschtante liegt, gehen die wahren Leistungsträger im Team häufig unter. Menschen mit einem mehr oder minder ausgeprägten Helfersyndrom neigen dazu, wie ein „fleissiges Bienchen“ vor sich hin zu arbeiten und dabei von der Führungskraft übersehen zu werden. Es ist daher wichtig, dass Sie diesen Leistungsträgern ebenfalls Lob und Anerkennung zukommen lassen und diese von grossspurigen Trittbrettfahrern unterscheiden lernen. Ganz gemäss dem Motto „die Unauffälligsten sind häufig die Fleissigsten“, müssen Sie die „fleissigen Bienchen“ manchmal vor einer Ausbeutung durch sich selbst und dadurch vor einem Burnout-Syndrom bewahren.
     
Schlussendlich ist es für Sie als Führungskraft ungemein wichtig, die Vorgänge im Team zu beobachten, die unterschiedlichen Persönlichkeitstypen zu identifizieren und Ihren Führungsstil an den jeweiligen Charakter des Mitarbeiters anzupassen.


 
Frage 1: Welchen Vorteil bringen die Unterschiede zwischen Arbeitnehmern NICHT für das Unternehmen?
 
  1. Gesteigerte Kreativität
  2. Optimale Zusammensetzung von Persönlichkeitstypen im Team
  3. Verschiedene Problemlösungsansätze
  4. Konflikt
 
Frage 2: Welche ist für die Führungskraft die grösste Gefahr im Team?
 
  1. Konflikte
  2. Liebesbeziehungen
  3. Mischung von unterschiedlichen Persönlichkeitstypen
  4. Zu viele „fleissige Bienchen“
 
Frage 3: Ergänzen Sie die Aussage: Eine Führungskraft muss…
 
  1. …ihre Überzeugungen mit aller Härte durchsetzen.
  2. …den stillen Beobachter spielen.
  3. …ihrem Führungsstil jederzeit treu bleiben.
  4. …ihren Führungsstil an den jeweiligen Persönlichkeitstyp anpassen.
 
Frage 4: Welchen Arbeitnehmertyp gibt es NICHT?
 
  1. Der Selbstdarsteller
  2. Fleissiges Bienchen
  3. Der Unsichtbare
  4. Die Tratschtante
 
Frage 5: Welche Charaktereigenschaft zeichnet den „Selbstdarsteller“ NICHT aus?
 
  1. Narzisstische Persönlichkeitszüge
  2. Ständiger Drang, im Mittelpunkt zu stehen
  3. Helfersyndrom
  4. Karriereorientierung
 
Frage 6: Welche Charaktereigenschaft zeichnet die „Tratschtante“ NICHT aus?
 
  1. Objektivität
  2. Kommunikationsfähigkeit
  3. Extrovertiertheit
  4. Jederzeit gut informiert
 
Frage 7: Welche Charaktereigenschaft zeichnet die „fleissigen Bienchen“ NICHT aus?
 
  1. Helfersyndrom
  2. Narzisstische Persönlichkeitszüge
  3. Introvertiertheit
  4. Leistungsträger
 
Frage 8: Welche Probleme für Sie als Führungskraft können „fleissige Bienchen“ verursachen?
 
  1. Sie erledigen zu viel Arbeit in zu wenig Zeit
  2. Selbstausbeutung bis hin zum Burnout-Syndrom
  3. Lästereien bis hin zum Mobbing
  4. Egoismus aufgrund ihrer Karriereorientierung
 
Frage 9: Welche Probleme für Sie als Führungskraft können „Selbstdarsteller“ verursachen?
 
  1. Sie entziehen Ihnen als Führungsperson die Aufmerksamkeit
  2. Sie nehmen den Teammitgliedern die Arbeit weg
  3. Abprallen von Lob und Anerkennung
  4. Grenzüberschreitung bei Ihnen oder den Teammitgliedern
 
Frage 10: Welche Probleme für Sie als Führungskraft können „Tratschtanten“ verursachen?
  1. Sie arbeiten zu viel und reden zu wenig
  2. Ständiger Drang nach Lob und Anerkennung
  3. Lästereien bis hin zum Mobbing
  4. Häufige krankheitsbedingte Fehlzeiten

Bildquelle: Thinkstock

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