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Mitarbeiter 50+ / Pensionierung

Von wegen „zu alt“: Hilfe gegen den Bewerbungsfrust

Mitarbeiter 50+ / Pensionierung
06. Juli 2017
Viele ältere Bewerber haben es schwierig und verlieren auf dem Weg zum neuen Job die Motivation und Hoffnung. Wir helfen gegen Ihren Bewerbungsfrust!
Für die meisten Bewerber ist der Weg zum neuen Job steinig und frustrierend. Es hagelt eine Absage nach der nächsten und eine Begründung erhalten Sie nur in den seltensten Fällen. Als wäre das nicht schon hart genug, haben es ältere Bewerber auf dem Arbeitsmarkt sogar noch schwieriger. Die meisten Unternehmen haben den Wert der Mitarbeiter 50+ noch nicht erkannt und suchen vor allem nach jungen Fachkräften für ihre Stellenausschreibungen. Nicht selten müssen deshalb ältere Bewerber 50, 100 oder sogar 500 Bewerbungen schreiben, bevor sie einen Job ergattern oder überhaupt erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, kann Ihnen dabei leider auch nicht weiterhelfen. Wir verraten Ihnen deshalb, was wirklich gegen den Bewerbungsfrust von Bewerbern 50+ hilft.

– von Content-Service by co2-kommunikation.ch –


Sie würden am liebsten aufgeben und einfach in Frührente gehen? Ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, der aber leider nur den seltensten Fällen möglich ist. Zudem wäre das schade um Ihr Knowhow, Ihre Berufserfahrung und Ihren Wert als Arbeitskraft. Die erste wichtige Grundregel auf Ihrem Weg zum neuen Job als Bewerber 50+ lautet deshalb:
  1. Geben Sie nicht auf! Natürlich tut jede Absage weh und Ihre Zweifel daran, überhaupt jemals wieder einen neuen Job zu finden, wachsen mehr und mehr. Doch allein das Wissen, dass Sie mit diesem Gefühl nicht alleine sind und dass mit jeder weiteren Bewerbung Ihre Chancen auf einen neuen Job wachsen, können bereits eine grosse Motivation zum Weitermachen sein. Dass Sie nach einer weiteren Absage erst einmal für einen oder zwei Tage eine Auszeit vom Bewerbungsfrust brauchen, ist vollkommen legitim. Aber anschliessend lautet das Motto: Verlieren Sie den Glauben nicht und machen Sie weiter!
  2. Das bedeutet zugleich, dass Sie auch den Glauben an sich selbst niemals verlieren dürfen. Unsere zweite Grundregel gegen den Bewerbungsfrust ist deshalb folgende: Bauen Sie bewusst Ihr Selbstvertrauen auf. Wenn Sie es derzeit nicht aus dem Beruf ziehen können, so suchen Sie sich zum Beispiel ein Hobby oder verbringen Sie viel Zeit mit der Familie oder Freunden, die Sie wertschätzen.
  3. Holen Sie sich Feedback ein. Diese dritte Grundregel kann Ihnen effektiv dabei helfen, Ihre Bewerbungsunterlagen zu verbessern und dadurch auch Ihre Chancen auf einen neuen Job. Hierfür können Sie einerseits direkt bei dem Unternehmen nachhaken, welches Ihnen eine Absage gesendet hat. Allerdings fürchten sich viele Arbeitgeber vor Diskriminierungsvorwürfen und zeigen sich daher nur wenig auskunftsfreudig. Andererseits können Sie sich von einer dritten Person, zum Beispiel einem erfahrenen Bekannten oder einem professionellen Berater für Bewerbungen unter die Arme greifen lassen.


 
Frage 1: Vervollständigen Sie die Aussage: Bewerber 50+ haben es häufig besonders schwer, weil…
  1. …sie schon graue Haare haben.
  2. …die Unternehmen lieber jüngere Fachkräfte einstellen.
  3. …sie keine guten Bewerbungen schreiben können.
  4. …sie nicht das notwendige Knowhow mitbringen.
 
Frage 2: Welche Form der Absage auf eine Bewerbung wählen die meisten Unternehmen?
  1. Standardschreiben via Post oder E-Mail
  2. 15-minütiges Telefongespräch
  3. Ausführliche schriftliche Auflistung der Ablehnungsgründe
  4. WhatsApp-Nachricht
 
Frage 3: Welcher Schritt steht meistens zwischen einer Bewerbung und der Jobzusage?
  1. Vorstellungsgespräch
  2. gemeinsames Abendessen
  3. Telefonanruf
  4. Praktikum
 
Frage 4: Welche Vorteile bringt ein älterer Mitarbeiter über 50 für Unternehmen mit?
  1. Kostensenkung aufgrund geringerer Gehälter
  2. Gesundheit, Sportlichkeit und körperliche Leistungsfähigkeit
  3. Auffüllen von Praktikumsplätzen
  4. Knowhow, Berufserfahrung und persönliche Reife
 
Frage 5: Was hilft NICHT gegen den Bewerbungsfrust?
  1. Selbstbewusstsein aufbauen
  2. Feedback einholen
  3. Auf Absagen mit einer wütenden E-Mail reagieren
  4. Zeit mit Familie und Freunden verbringen
 
Frage 6: Welcher ist der wichtigste Soft Skill im Bewerbungsprozess?
  1. Durchhaltevermögen
  2. Kommunikationsfähigkeit
  3. Empathie
  4. Teamfähigkeit
 
Frage 7: Wie können Sie Ihr Selbstvertrauen NICHT wieder aufbauen?
  1. Hobbys
  2. Familie
  3. Schlaf
  4. Freunde
 
Frage 8: Wieso geben Unternehmen abgelehnten Bewerbern so ungerne Feedback?
  1. Angst vor Diskriminierungsvorwürfen
  2. Personaler kennen die Gründe selbst nicht
  3. Fehlende Wertschätzung des Bewerbers
  4. Bei Bewerbern 50+ ist immer das Alter „schuld“
 
Frage 9: Von wem können Sie sich KEIN Feedback einholen?
  1. von Freunden und Familie
  2. von dem Unternehmen
  3. von Dritten, zum Beispiel einem Berater für Bewerbungsangelegenheiten
  4. von Ihrem Hausarzt
 
Frage 10: Vervollständigen Sie die Aussage: Mit jeder weiteren Bewerbung steigt Ihre Chance auf einen neuen Job, weil…
  1. …es ja irgendwann klappen muss.
  2. …Sie sich verbessern, Routine gewinnen, Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen beweisen.
  3. …die Personaler irgendwann einen Fehler machen und Ihnen aus Versehen eine Zusage senden werden.
  4. …der Fachkräftemangel früher oder später auch Ihre Branche erreichen wird.

Bildquelle: Thinkstock

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