Ein Schlaganfall im Kindesalter ist selten -- doch wenn er auftritt, führt er oft zu gravierenden Folgen. In der Schweiz erleiden jedes Jahr etwa 2 von 100'000 Kindern einen arteriellen ischämischen Schlaganfall. Bei Neugeborenen ist die Häufigkeit sogar noch höher: Etwa eines von 2'500 bis 4'000 Neugeborenen ist betroffen. Trotz dieser Zahlen wird der kindliche Schlaganfall noch immer häufig zu spät diagnostiziert -- und ist in der breiten Öffentlichkeit sowie im Gesundheitssystem deutlich weniger bekannt als der Schlaganfall im Erwachsenenalter.Gerade weil kindliche Schlaganfälle selten sind, braucht es verlässliche, systematisch erfasste Daten. Nur so lassen sich Risikofaktoren besser verstehen, Diagnose- und Behandlungswege optimieren und langfristige Verläufe wissenschaftlich begleiten. Genau hier setzt das Swiss Neuropediatric Stroke Registry (SNPSR) an.Seit dem Jahr 2000 dokumentiert das SNPSR schweizweit Schlaganfälle bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahre, mit dem Ziel, die Erkennung, Behandlung und langfristige Versorgung betroffener Kinder in der Schweiz im speziellen, aber auch über die Landesgrenze hinweg zu verbessern. Es ist heute eine zentrale Ressource für die pädiatrische Schlaganfallforschung in der Schweiz und ermöglicht eine Vielzahl von Forschungsprojekten, die neue Einblicke in Inzidenz, Ätiologie, Verlauf und Outcome erlauben.
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Prof. Dr. phil. Regula Everts Brekenfeld Leitende Neuropsychologin
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