Angemessene Kleidung während der Hitze-Welle

Zwischen klimaverträglicher Kleidung und Business-Etiquette liegen oft Welten - vor allem in den Sommermonaten. Um Missverständnissen und Diskussionen vorzubeugen, empfiehlt es sich, allfällige Kleidungsvorschriften im Büro schriftlich festzuhalten.

Karriere allgemein
Veröffentlicht am 11.06.2018 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Bei Außentemperaturen um die 35 Grad Celsius oder darüber hilft oft die beste Klimaanlage nicht mehr: Auch in den Büroräumlichkeiten wird die Bewältigung der Hitze für viele Menschen zur großen Herausforderung. Umso mehr gilt das, wenn der Weg in die Arbeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad angetreten wird - um nämlich den auch nicht immer optimal temperierten öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. den sommerlichen Autobahn-Staus zu entkommen. In jedem Fall stellt sich also die Frage: Was ziehe ich heute an?

Feuchtigkeits-Ansammlungen
Wer sich mit Anzug und Krawatte bzw. im Business-Kostüm auf den Fußweg begibt oder auf den Drahtesel schwingt, hat nämlich gute Chancen, an einem durchschnittlichen Sommertag völlig durchnässt am Arbeitsplatz anzukommen. Dass die ungewollte Ansammlung von Feuchtigkeit in der Kleidung von einem überraschenden Regenguss herrührt, stellt dabei - etwas überspitzt formuliert - tatsächlich noch ein Best-Case-Scenario dar. Ist das Business-Gewand aufgrund Ihrer beruflichen Tätigkeit - etwa im Banken-Sektor oder im Außenvertrieb - unumgängliche Pflicht, dann ist jedenfalls zu überlegen, ob eine zweite Garderobe ins Office mitgebracht (oder bereits dort hinterlegt) werden sollte.

Idealer Weise müsste dort dann die Möglichkeit zum Umkleiden bestehen. Und sei es nur, dass man über ein abgeschlossenes, blickdichtes Büro verfügt. Toppen ließe sich dieser Zustand dann wohl nur noch, wenn überdies die Möglichkeit besteht, sich abzuduschen. An dieser Stelle sei DienstgeberInnen nahegelegt, Büroräumlichkeiten ohne adäquate Klimatisierung gar nicht mehr zu beziehen und das bereits bestehende Umfeld entsprechend aufzurüsten. Zusätzlich ließe sich die Situation für alle Beteiligten entschärfen, wenn Optionen geschaffen werden, zumindest teilweise im Home-office zu arbeiten.

Keine Chance für Flip-Flops
Zu den absoluten No-Gos im Arbeitsumfeld zählen sicherlich Sandalen, allen voran die Flip-Flops. Dazu merkt auch Alison Green, Betreiberin des amerikanischen „Ask a Manager“-Blogs, in einem Interview an: „Flip-Flops sind wahrscheinlich die meist-gehassten Kleidungsstücke, die man sich vorstellen kann“, insbesondere im Arbeitskontext. Im Endeffekt komme es bei Flip-Flops wie bei jedem anderen „legeren“ Kleidungsstück darauf an, wie es im jeweiligen Büro gehandhabt wird. Die Chance, dass die Badesandalen speziell in I hrem Fall in Ordnung gehen, geht aber wahrscheinlich gegen null. 

Generell werden kurze Hosen bei Männern eher ungern gesehen, zumindest im Kontakt mit KundInnen. Wobei das gerade in jüngeren Unternehmen auch anders aufgefasst werden kann. Manchmal wird nämlich durchaus die Ansicht vertreten, dass Hausverstand und klimaverträgliche Kleidung einen höheren Wert darstellen, als das sture Beharren auf einer Business-Etiquette. 

Helle Farben und Leinenstoffe
Um Missverständnissen vorzubeugen, empfiehlt Alison Green übrigens, allfällige Kleidungsvorschriften im Büro schriftlich festzuhalten, sodass es keinerlei Diskussion darüber bedarf, was erlaubt ist - und was eben nicht. Empfehlenswert ist darüber hinaus, auch bei Business-adäquater Kleidung möglichst auf helle Farben und Leinenstoffe zu setzen.

 

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