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Selbstoptimierung – und was habe ich davon?

Veröffentlicht am 15.02.2018 von co2-kommunikation.ch
Selbstoptimierung – und was habe ich davon?

Wir leben in einer Welt der Selbstoptimierung. Ein Phänomen, das durch soziale Netzwerke noch verstärkt wird. Aber wieso?

Veränderung gehört zum Leben. Aus diesem Grund entwickelt jeder Mensch mit der Zeit seine Persönlichkeit weiter – bewusst oder unbewusst. Und wenn wir uns schon verändern, dann doch wenigstens zum Guten, oder? Klar sollten Sie sich mit dem Thema der Persönlichkeitsentwicklung auseinandersetzen und versuchen, sich jeden Tag zu verbessern. Doch die moderne Gesellschaft ist geradezu in einen Wahn der Selbstoptimierung verfallen. Eine Entwicklung, welche vor allem durch die sozialen Medien angeheizt wird. Bis zu welchem Grad ist Selbstoptimierung noch sinnvoll und wo sollten Sie die Grenzen ziehen?

Selbstoptimierung – das klingt nach Erfolg und tatsächlich hat Ihre Persönlichkeitsentwicklung grosse Auswirkungen auf den Verlauf Ihrer Karriere. Soft Skills wie Empathie, Organisationstalent oder Kommunikationsfähigkeit zählen heutzutage als wichtigste Erfolgsfaktoren, sogar wichtiger als Ihre Hard Skills. Die gute Nachricht ist: An all diesen Persönlichkeitsmerkmalen können Sie arbeiten. Sie können sich also selbst optimieren und dadurch Ihren beruflichen Erfolg in die richtige Bahn lenken. Das ist bis zu einem gewissen Ausmass durchaus sinnvoll, keine Frage. Schliesslich können Sie dadurch nicht nur Ihre Berufslaufbahn erfolgreicher gestalten, sondern auch alle anderen Aspekte Ihres Lebens. Die Persönlichkeitsentwicklung ist ein essentieller Faktor für Glück und Gesundheit auf lange Sicht. Doch wo liegt die Grenze zwischen sinnvoller Selbstoptimierung und dem regelrechten Wahn, welcher aktuell in der Welt um sich greift? Sogar, wenn Sie von der „Krankheit“ namens Selbstoptimierung bislang nicht angesteckt wurden, so machen es die sozialen Netzwerke nämlich immer schwieriger, sich dem Druck noch länger zu entziehen.

Selbstoptimierung sollte authentisch sein 
Auf Facebook scheinen all Ihre Freunde bereits erfolgreicher zu sein als Sie, mehr Geld zu verdienen oder eine harmonischere Familie zu haben. Auf Instagram haben vermeintlich alle User den perfekten Strandbody und auf Pinterest sind alle so beeindruckend kreativ. Wer bislang nicht unter Minderwertigkeitskomplexen gelitten hat, dürfte spätestens beim regelmässigen Social Media Konsum an sich zu zweifeln beginnen – und dadurch in den Selbstoptimierungswahn verfallen. Mehr Geld, weissere Zähne, weniger Gewicht oder die schönere Freundin: Plötzlich möchten Sie dasselbe haben, wie die bekannten oder unbekannten User im World Wide Web. Und das, obwohl den meisten Betroffenen durchaus bewusst ist, dass es sich nur um eine richtig in Szene gesetzte Scheinwelt handelt. Die Inszenierung soll nun zur Realität werden und die Lösung lautet: Selbstoptimierung. Was Sie dagegen tun können? Fragen Sie sich stets: Was habe ich davon? Schlussendlich sollten Ihre Ziele Ihr Leben besser, glücklicher und gesünder machen. Fühlen Sie sich hingegen nur unter Druck gesetzt oder ist Ihre einzige Motivation die Bewunderung durch Freunde, Kollegen oder fremde User in sozialen Netzwerken, so haben Sie die Grenze der sinnvollen Selbstoptimierung bereits überschritten.
 

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