myjob
Personalpolitik / MA-Rekrutierung

Ade.... - Warum Mitarbeiter gehen

Personalpolitik / MA-Rekrutierung
01. Mai 2017
Kein Arbeitgeber möchte, dass seine guten Mitarbeiter gehen. Wenn es doch passiert, können diese Gründe schuld sein.
Gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels kann eine hohe Mitarbeiterfluktuation für ein Unternehmen gefährlich werden. Wenn es an qualifiziertem Nachwuchs fehlt und gute Mitarbeiter gehen, verlässt mit ihnen nicht nur eine wichtige Ressource den Betrieb, sondern unter Umständen auch unwiederbringliches Knowhow. Dass hin und wieder Mitarbeiter neue Wege einschlagen, den Arbeitgeber wechseln oder der Liebe wegen den Wohnort und damit auch ihre Arbeitsstelle verlegen möchten, ist völlig normal. Sollte Ihre Mitarbeiterfluktuation aber über der Norm liegen oder in den letzten Monaten stetig angestiegen sein, gilt es, die Gründe für diese Entwicklung zu identifizieren und den Angestellten wieder neue Anreize für mehr Loyalität und Unternehmenstreue zu geben.


– by Content-Service co2-kommunikation.ch –


Gerade, wenn Leistungsträger, Kreativdenker oder vielversprechende Nachwuchstalente dem Unternehmen den Rücken kehren, ist das für die Führungskräfte und den Arbeitgeber häufig ein herber Verlust. Manchmal begründet der Angestellte seine Kündigung plausibel und vielleicht hat seine Entscheidung rein gar nichts mit Ihrem Unternehmen zu tun. Es können auch private Gründe, Schicksalsschläge oder ungeahnte Chancen sein, die den Mitarbeiter zu der unerwarteten Kündigung bewegen. Doch manchmal liegen die Gründe sehr wohl im Unternehmen. An dieser Stelle müssen Sie Kritikfähigkeit beweisen: Prüfen Sie, ob die vermehrte Mitarbeiterfluktuation Ihrer Firma in einer oder mehreren dieser „typischen“ Ursachen begründet liegt:


Hohe Mitarbeiterfluktuation? 5 mögliche Ursachen
  1. Fehlende Perspektiven: Jeder Mensch braucht in regelmässigen Abständen Veränderungen, um beruflich sowie persönlich wachsen zu können. Ein „guter“ Job stellt deshalb das perfekte Mass aus Forderung und Förderung, Sicherheit und Fortschritt, Kritik und Belohnung dar. Wer nie für seine Arbeit gelobt wird, keine Gehaltserhöhung erhält und seine Chancen auf eine Beförderung, Weiterbildung, interne Versetzung oder andersartige berufliche Weiterentwicklung bei quasi Null sieht, wird früher oder später seine Zukunftsperspektiven bei einem anderen Unternehmen suchen.
     
  2. Stress, Hektik, Überarbeitung: In jedem Unternehmen gibt es Phasen, in welchen sich die Arbeit gefühlt bis an die Decke stapelt und die Angestellten Überstunden schieben müssen, um ein Projekt rechtzeitig fertigzustellen. Wenn diese Ausnahme allerdings zur Regel wird und Ihre Mitarbeiter sich stets überarbeitet, gestresst und unter Zeitdruck fühlen, werden sie entweder früher oder später im Burnout landen oder aber rechtzeitig die Reissleine ziehen und kündigen.
     
  3. Fehlende Menschlichkeit: Der Konkurrenz- und Kostendruck auf dem Arbeitsmarkt nimmt immer weiter zu. Ein Stück weit haben Ihre Mitarbeiter dafür gewiss Verständnis. Doch wenn sie sich nur noch vor ständigen Umstrukturierungen, Kosteneinsparungsmassnahmen und dem Abbau von Arbeitsplätzen wiederfinden, sich wie eine Nummer fühlen und jeden zusätzlichen Rappen „erbetteln“ müssen, werden sie sich lieber einen Arbeitgeber suchen, der ihren menschlichen und finanziellen Wert zu schätzen weiss.
     
  4. Mikromanagement: Als Praktikant ist es in Ordnung, dass der Projektleiter noch einmal jeden Handgriff unter die Lupe nimmt. Und auch als Berufseinsteiger akzeptieren es Arbeitnehmer vielleicht noch zähneknirschend, jede Entscheidung von der Führungskraft absegnen lassen zu müssen. Doch auf Dauer werden zu strikte Hierarchien, fehlende Autonomieräume und Mikromanagement für jeden Mitarbeiter zur Belastung. Flache Hierarchien und selbstbestimmtes Arbeiten liegen im Trend – und wenn Sie nicht mit ihm gehen, wechseln Ihre Leistungsträger eben zur fortschrittlicheren Konkurrenz.
     
  5. Vertrauensdefizit: Der Grund für ein solches Mikromanagement liegt häufig im fehlenden Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Wenn Ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, Sie bringen ihnen und ihrer Kompetenz keinerlei Vertrauen entgegen, ist das mindestens ebenso schlimm, wie wenn die Mitarbeiter andersherum auch Ihnen nicht vertrauen. Fehlt eine gesunde und gegenseitige Vertrauensbasis, lässt sich keine Beziehung auf Dauer retten – auch nicht im Berufsleben.


Bildquelle: Thinkstock

Weitere Artikel aus dem gleichen Themenbereich

Headhunter für Frauen haben Hochkonjunktur

Headhunter für Frauen haben Hochkonjunktur

24. August 2017 // Im Zuge des Fachkräftemangels suchen Unternehmen händeringend nach hoch qualifizierten Frauen.… Mehr

Wieviel darf es sein?

Wieviel darf es sein?

23. Oktober 2016 // Die Löhne sind kein Geheimnis: Was Ingenieure und Informatiker bei Gehaltsgesprächen verlangen… Mehr

Die Schlechten bleiben - Martin Wehrle - myjob.ch

«Die Schlechten bleiben»

14. Oktober 2012 // Der Karriereberater Martin Wehrle über die fatalen Folgen falscher Sparwut in Unternehmen.
-… Mehr

Sachbearbeiter/in Verkaufsinnendienst 30-100% (Raum Baden) Excellent Personaldienstleistungen AG
Dipl. Pflegefachpersonen KWS/KJFF 60-80% Kinderspitex | Verein Joël Mühlemann, Schweiz
Leiter Fertigung m/w 100% Personal Sigma Aarau AG
Traumberuf Immobilienmakler (m/w)! Betterhomes (Schweiz) AG