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Arbeiten im Irrenhaus: Psychopathen in der Führungsetage

Führung
30. Juni 2016
Viele Führungskräfte sind Psychopathen
So manche Führungsetage gleicht einem Irrenhaus. Neue Studien belegen: Jede zehnte Führungskraft neigt zur Psychopathie. Lesen Sie hier mehr.
Es ist das erschreckende Resultat einer aktuellen Studie: Jede zehnte Führungskraft in der westlichen Industriewelt zeigt psychopathische Züge. Das gilt für die USA, Deutschland und auch die Schweiz. Für die Unternehmen selbst sowie natürlich auch die Arbeitnehmer kann das mitunter verheerende Folgen haben. Die Frage, welche sich hierbei aufdrängt, lautet: Wieso besetzen offensichtlich gerade die Psychopathen unter uns die Führungsetagen und wieso merkt das niemand, um die Reissleine zu ziehen?


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Nein, dass jeder zehnte Mensch psychopathische Züge besitzt, ist nicht der Durchschnitt in der Gesamtbevölkerung. Die Wahrscheinlichkeit einem Psychopathen zu begegnen ist bei Führungskräften vier- bis sechsmal höher als im Alltag. Es handelt sich also tatsächlich um eine ungewöhnliche Häufung innerhalb der Führungsetagen vor allem internationaler Grossunternehmen, Banken o.ä. Es scheint, als würden Psychopathen und verantwortungsvolle Positionen sich geradezu gegenseitig magisch anziehen. Und an dieser These scheint tatsächlich etwas Wahres dran zu sein: Psychopathen streben nach Macht. Wo finden Sie diese? Nun, entweder werden sie früher oder später kriminell oder sie erwerben diese eben auf „legalem“ Wege im Berufsleben. Das bedeutet gleichzeitig aber nicht, dass sie hier nicht auch zu kriminellen Handlungen neigen. Anstelle von Gewaltverbrechen, handelt es sich dann eben um Bestechung, Erpressung oder auch Steuerhinterziehung. Mehr, mehr, mehr – so lautet das Motto eines Psychopathen und dadurch scheint er auf den ersten Blick auch tatsächlich „mehr“ zu erreichen als seine Konkurrenten. Kaltherzigkeit und Skrupellosigkeit spielen dabei natürlich auch eine tragende Rolle. Dass das für die Mitarbeiter verheerende Folgen haben kann, liegt auf der Hand. Doch auch das gesamte Unternehmen kann ein Psychopath in den Ruin treiben, wenn er denn die dafür notwendige hierarchische Ebene erlangt.


Psychopathen treiben ihre Umwelt ins Verderben

Menschen mit psychopathischen Zügen – worunter übrigens auch der Narzissmus fällt – neigen dazu, ihr gesamtes Umfeld systematisch zu zerstören. All das eben, worüber sie Macht erhalten. An der Unternehmensspitze bedeutet das, dass eine psychopathische Führungskraft einerseits keinerlei Rücksicht oder Mitleid mit der Belegschaft kennt und andererseits radikale unternehmerische Entscheidungen trifft, die das wirtschaftliche Aus bedeuten können. Dahinter steckt nicht einmal böse Absicht. Das passiert in der Regel völlig automatisch, häufig sogar unbewusst und ist schlichtweg eine Folge der psychischen Störung. Für psychopathische Führungskräfte gibt es nämlich kein „Genug“. Sie streben stets nach mehr und haben dabei ausschliesslich ihren eigenen Vorteil im Blick. Mehr Macht, mehr Geld, mehr Erfolg…die selbstgesteckten Ziele verfolgt ein Psychopath ohne Rücksicht auf Verluste und Zufriedenheit kennt er nicht. Das führt dazu, dass eine psychopathische Führungskraft parallel zum Erlangen von noch mehr Macht auch noch gefährlicher wird. Und noch eine weitere Eigenschaft macht sie so gefährlich: Psychopathen kennen keine Angst. Bei unternehmerischen Entscheidungen bleibt dann schon einmal die Risikoanalyse aus oder es werden rechtliche Grauzonen betreten. Konsequenzen? Deren ist sich die psychopathische Führungskraft nicht bewusst. Wie das enden kann, zeigen uns Lord Conrad Black, Robert Maxwell oder Bernie Madoff als nur einige wenige schockierende Beispiele.


Woher rührt die Ansammlung von Psychopathen in den Führungsetagen?

Wieso aber, wenn sie doch gefährlich sind, besetzen so viele Psychopathen Führungspositionen bis hin zum CEO? Ganz einfach: Ein Psychopath ist nur selten auf den ersten Blick erkenntlich. Oftmals wirkt er sogar besonders charmant, zuvorkommend und fleissig. Er weiss Menschen zu manipulieren und bahnt sich unbemerkt seinen Weg in eine verantwortungsvolle Position. Doch wie bereits erwähnt: Mit steigender Macht verschärft sich auch seine Störung. Sobald die Psychopathie also offensichtlich erkenntlich ist, hat er dann bereits eine schier unkündbare Position eingenommen oder den Schaden bereits angerichtet.

Foto: Thinkstock

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