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Workaholismus: Die „Trend-Krankheit“ unter Selbstständigen

Veröffentlicht am 31.08.2017
Workaholismus: Die „Trend-Krankheit“ unter Selbstständigen
Workaholismus scheint immer mehr zu einer Art „Trend-Krankheit“ zu werden, vor allem unter Selbstständigen.
Würden Sie sich selbst als „Workaholic“ bezeichnen? Es handelt sich um einen Begriff, mit welchem in unserer Gesellschaft leider sehr leichtfertig umgegangen wird. Viele Menschen sind sogar stolz darauf, ein „Workaholic“ zu sein. Allerdings ist die Arbeitssucht eine ernstzunehmende Erkrankung, welche Sie früher oder später ins Burnout katapultieren oder sogar eine schlimmere Erkrankung wie Krebs, einen Schlaganfall oder sogar einen tödlichen Herzschlag nach sich ziehen kann. Der ständige Stress durch zu viel Arbeit und fehlende Entspannungszeiträume sind kein Grund, um stolz zu sein, sondern eine ernsthafte Gefahr für Ihre Gesundheit. Dennoch geraten vor allem Selbstständige immer wieder in die Tretmühle des Workaholismus. Sie können oder wollen nicht ohne die Arbeit leben. Phasenweise mag das in Ordnung sein, doch früher oder später müssen Sie die Notbremse ziehen, bevor Ihre psychische oder physische Gesundheit darunter zu leiden beginnt. Wie also erkennen Sie den Workaholismus und was können Sie trotz Selbstständigkeit dagegen tun?



Dass der „Workaholismus“ nicht nur in der Schweiz derzeit so rasant zunimmt, liegt unter anderem in der Digitalisierung begründet. Viele Menschen – vor allem eben Selbstständige – sind dank Smartphone Tag und Nacht erreichbar. Sie checken vor dem Schlafengehen noch einmal schnell ihre E-Mails und werden selbst im Urlaub von Kunden angerufen. In der Selbstständigkeit mag das zwar praktisch und verlockend sein, um jederzeit ein Gefühl der „Kontrolle“ zu haben und den Kunden einen bestmöglichen Service zu bieten, doch sind Sie schlussendlich selbst der Leidtragende. Denn diese ständige Erreichbarkeit führt dazu, dass Sie niemals gänzlich von der Arbeit abschalten und nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich entspannen. Dadurch stehen Sie unter Dauerstress, der sich früher oder später durch erste körperliche Beschwerden bemerkbar machen wird. Dies kann eine dumpfe Übelkeit sein, Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden oder auch eine bleierne Müdigkeit bis hin zur handfesten Depression. Der Workaholismus ist Ihr direkter Weg in ein Burnout-Syndrom – oder sogar Schlimmeres.


So schützen Sie sich vor Workaholismus

Beim Workaholismus handelt es sich um eine Form der Arbeitssucht. In Fachkreisen ist diese Sucht leider noch nicht flächendeckend als Krankheit anerkannt, sondern nur ihre Folgen wie Depressionen oder hoher Blutdruck. Dennoch sollten Sie sich vor allem in der Selbstständigkeit regelmässig auf den Prüfstand stellen:
  • Schreiben Sie sich auf, wie viel Sie tatsächlich arbeiten und vergessen Sie dabei selbst das „kurze Checken der E-Mails vor dem Schlafengehen“ oder ähnliche Nebentätigkeiten nicht.
     
  • Beobachten Sie kritisch Ihren Gesundheitszustand.
     
  • Entwickeln Sie ein Gespür für Ihr Stresslevel.
     
  • Finden Sie heraus, bei welchen Beschäftigungen Sie vollständig von der Arbeit abschalten können.
     
  • Bauen Sie solche Entspannungszeiträume bewusst in Ihren Alltag ein.
     
  • Teilen Sie Ihren Kunden & Co Ihre Geschäftszeiten mit, wann Sie erreichbar sind.
     
Wenn Sie diese Grundregeln strikt einhalten, werden Sie sich selbst vor einer Arbeitssucht bewahren, einen eventuellen Workaholismus frühzeitig erkennen und dennoch erfolgreich sein. In Extremfällen sollten Sie zudem einen Therapeuten aufsuchen, um die Ursachen Ihrer Arbeitssucht zu identifizieren.




– by co2-kommunikation.ch –


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