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Geistige Monokulturen im Betrieb: Diversity? Nein danke!

Veröffentlicht am 20.11.2017
Geistige Monokulturen im Betrieb: Diversity? Nein danke!
Wenn es im Unternehmen an Diversity fehlt, kann das auf Dauer existenzbedrohlich werden. Lesen Sie hier mehr über die Gefahren geistiger Monokulturen.

Wir leben in einer komplexen Welt, die sich rasant verändert. Aufgrund der Digitalisierung und Globalisierung wächst die Konkurrenz auf dem internationalen Markt und Schweizer Unternehmen müssen stets up-to-date bleiben, um keine aktuellen Trends zur verpassen und dadurch von der Konkurrenz überholt zu werden. Der technische Fortschritt, kulturelle Veränderungen, der Fachkräftemangel – dies sind nur einige wenige Beispiele für die aktuellen Entwicklungen in der gesamten westlichen Arbeitswelt. Leider scheint vielen Schweizer Unternehmen nicht bewusst zu sein, wie wichtig es ist, in dieser Komplexität die Übersicht zu behalten, Trends frühzeitig zu erkennen und sich dadurch schon heute für die Zukunft zu rüsten. Stattdessen finden sich in erschreckend vielen Firmen hierzulande geistige Monokulturen, die an starren Traditionen festhalten und keinen Raum für Innovation bieten.


Innovation ist aber die Triebfeder jedes erfolgreichen Unternehmens. Nur durch stetige Veränderung, Weiterentwicklung sowie Verbesserung ist dauerhafter Erfolg überhaupt möglich. Ansonsten werden die veralteten Unternehmen irgendwann von moderneren sowie mutigeren Startups überholt, die innovativere, günstigere oder qualitativ bessere Produkte und Dienstleistungen anbieten können und ihnen dadurch die Kunden abjagen. Doch moderne Marketingstrategien, stetige Produktinnovationen sowie das Verfolgen aktueller Trends und die Umstrukturierung bestehender Unternehmensprozesse – all diese Dinge sind nur durch Diversity im Unternehmen möglich. Diversity, das bedeutet, dass die Belegschaft durch Menschen geprägt ist, die hinsichtlich ihres Alters, ihrer Kultur, ihrer Branche, Ausbildung, Kreativität & Co denkbar verschieden sind.

Geistige Monokulturen sind ein grosser Risikofaktor
In vielen Schweizer Unternehmen finden sich stattdessen flächendeckend Mitarbeiter mit ähnlichem sozialen Hintergrund, vergleichbarer Bildung und in etwa demselben Alter. Sie „ticken“ gleich und verstehen sich dadurch blendend. Für die Vermeidung von Konflikten im Betrieb scheint das die optimale Lösung zu sein. Leider verharrt das Unternehmen bei solch geistigen Monokulturen im Status Quo und verliert dadurch früher oder später den Anschluss an die Konkurrenz. Innovation und Kreativität sind hingegen nur durch „frischen Wind“ möglich – und Konflikte gehören da schlichtweg hinzu. Sie brauchen jüngere und ältere, mutige und ängstliche, kleine und grosse, kreative und vernunftgesteuerte Mitarbeiter – und so weiter. Sie brauchen also Diversity. Hinsichtlich der Digitalisierung sind zum Beispiel junge und technisch versierte Mitarbeiter aktuell besonders wertvoll auf dem Arbeitsmarkt. Ebenso wichtig sind aber auch Querdenker, die bestehende Strukturen überdenken, infrage stellen und dadurch revolutionieren. Sie brauchen teure Spezialisten ebenso wie „günstige“ Aushilfen und unerfahrene Praktikanten. Es wird also Zeit, dass die Schweizer Unternehmen den Wert der Diversity erkennen und ihre geistigen Monokulturen abschaffen, bevor es zu spät ist!



– by co2-kommunikation.ch –

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