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Mr. President: Welche Auswirkungen hat Trump auf den Schweizer Arbeitsmarkt?

Karriere allgemein
01. Februar 2017
Für viele unvorhersehbar und - glaubt man den klassischen Medien – für wesentliche Bereiche fast eine Katastrophe, so wird die Tatsache gesehen, dass es tatsächlich der Exzentriker Donald Trump in das Weisse Haus geschafft hat und nun der 45. Präsident der Vereinigten Staaten ist. Doch welche Auswirkungen hat die rigide Wirtschaftspolitik, die Wahlkampfthema war und nun umgesetzt werden soll, tatsächlich auf den Arbeitsmarkt in der Schweiz?

– by co2-kommunikation.ch –
Wichtiger Handels- und Exportpartner

Dass eine insgesamt robuste und stabile gesamtwirtschaftliche Entwicklung der USA auch für die Schweiz ausschlaggebend ist, kann nicht bestritten werden. Immerhin gelten diese insgesamt als wichtiges Indiz und Zugpferd für eine weltweit steigende Konjunktur. Hat sich diese in den USA abgeschwächt, kam es meist auch in Europa zu einer Wirtschaftskrise mit negativen Folgen für die Schweiz. Noch viel wichtiger ist allerdings, dass die Vereinigten Staaten von Amerika tatsächlich ein wichtiger Handelspartner hierzulande sind. Der Internationale Währungsfonds hat dazu im Jahre 2015 eine Studie veröffentlicht, wonach zu diesem Zeitpunkt Waren im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar von der Schweiz über den Atlantik exportiert wurden. Damit beträgt der Anteil knapp neun Prozent des gesamten Exports. Neben Deutschland gilt die USA somit als wichtigstes Exportland für die Schweiz.

Gute Aussichten für die Schweizer Tourismusbranche

Die Ankündigung, Importe in die USA mit Strafzöllen zu belegen, deren Höhe bei bis zu 20 Prozent liegen soll, versetzt den Schweizer Markt kaum in Aufregung. Klar ist, dass die Exportquote trotzdem stabil bleiben wird. Und sollte das tägliche Leben der USA aufgrund teurer Importe noch aufwändiger werden, kann das Tourismusland Schweiz für die Urlaubsregionen durchaus profitieren. Die Amerikaner werden dann Preise für Dienstleistungen und Waren im Urlaub hierzulande noch mehr zu schätzen wissen und vielleicht sogar den ein oder anderen US-Dollar mehr ausgeben. Und wenn die Tourismusbranche floriert, sind auch hier die entsprechenden Arbeitskräfte Kellner, Zimmermädchen, Koch & Co äusserst beliebte und gute, vor allem aber sichere, Jobs.

Auch Diensthandel profitiert von den USA

Was für den Warenüberschuss gilt, gilt auch für den Dienstleistungssektor. Hier zählt die USA mit einer Quote von 16 Prozent und bei mehr als 20 Prozent Import, zum wichtigsten Partner für die Schweiz. Dazu kommt, dass natürlich die USA auch ein wichtiger Absatzmarkt für den Tourismus hierzulande sind. Damit ist wohl klar, dass sich eine Abschottung oder eine restriktivere Handelspolitik der USA, die Donald Trump ja schon angekündigt hat, eher negativ auf das Beschäftigungsniveau in der Schweiz auswirken könnte. Sinkende Exporte setzen den Logistikunternehmen zu, ebenso wie grossen Lieferunternehmen, die für ihre Waren einen anderen Absatzmarkt suchen.

Pharmaindustrie eher nicht betroffen

Während die allgemeine Wirtschaft und ihre Unternehmen deshalb eher skeptisch auf die Präsidentschaft Trumps reagieren und vorerst einen Aufnahmestopp für Mitarbeiter ausgerufen haben, kann die Pharmaindustrie aufatmen. Denn hätte Clinton gewonnen, hätte diese ihr Wahlversprechen von niedrigeren Medikamentenpreisen umgesetzt. Davon betroffen wäre die Schweizer Pharmaindustrie mit ihren Riesen Novartis und Roche, deren Profite wohl dadurch geschrumpft wären. Damit steht den Beschäftigten dieser Branche eine durchaus positive Zukunft und Arbeitssicherheit bevor, auch wenn Trump in seiner ersten Amtshandlung Obamacare teilweise rückgängig gemacht hat. Dies wird zur Folge haben, dass der Export der Medikamente wohl kaum merklich zurückgehen wird.

Bildquelle: Thinkstock

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