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Streit am Arbeitsplatz? So wird es konstruktiv!

Veröffentlicht am 11.02.2020
Streit am Arbeitsplatz? So wird es konstruktiv!
Meinungsverschiedenheiten im Unternehmen sind etwas, womit viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht umgehen können. Man fürchtet um das Betriebsklima und oft sind es persönliche Befindlichkeiten der Beteiligten, die eine Auseinandersetzung alles andere als positiv gestalten. Doch Konflikte können auch konstruktiv ausgetragen werden.
Auseinandersetzungen: Das sind die Vorteile
Wenn Konflikte im Unternehmen schwelen, beeinträchtigt das nicht selten die Zusammenarbeit - sowohl zwischen Kollegen als auch zwischen Chefetage und Angestellten. "Reden wir darüber" ist ein Motto, mit dem Konflikte aus der Welt geschaffen werden - und mit ihnen auch die Probleme, die die Effizienz im Unternehmen vielleicht beeinträchtigt haben. Das kann ein veraltetes Verfahren sein, das digital neu aufgestellt werden sollte. Die ineffiziente Zusammenarbeit zwischen Einkauf und Lagerhaltung. Oder das Gefühl, bei der Geschäftsleitung mit eigenen Ideen nicht willkommen zu sein. All dies hemmt nicht nur das Klima zwischen den Akteuren. Es verhindert häufig auch Veränderungen, von denen das Unternehmen und seine Angestellten nachhaltig profitieren könnten.
 
Streiten - aber unter welchen Voraussetzungen?
Aufgeschlossenheit, Respekt und Höflichkeit sind die drei Säulen, auf denen auch eine innerbetriebliche Auseinandersetzung unbedingt verankert sein sollte. Aufgeschlossenheit für andere Meinungen bedeutet, dass nicht mehr an der Maxime "Das haben wir schon immer so gemacht" festgehalten wird, sondern Interessen an Inspiration und positiven Veränderungen Einzug halten darf. Änderungen, die auf dieser Basis gemeinsam entwickelt werden, haben das Potenzial, besonders gut von allen angenommen zu werden und damit effektiv umsetzbar zu sein. Respekt bedeutet bei den Auseinandersetzungen auch Wertschätzung gegenüber dem Personal beziehungsweise unter Kollegen. Andere Meinungen werden akzeptiert und auch geprüft, ob sie keine wesentlichen Verbesserungen mit sich bringen könnten. Wer sich ernst genommen fühlt, wird sich an seinem Arbeitsplatz nicht selten besonders wohlfühlen - ein Effekt, von dem alle profitieren. Höflichkeit ist ein Kriterium, das unverzichtbar ist für Auseinandersetzungen jeder Art. Sollte dies nicht eingehalten werden - weil die Fronten vielleicht verhärtet sind - ist ein interner oder externer Mediator oft wertvoll.
 
Konfliktphasen professionell gestalten
Zunächst ist es bei der innerbetrieblichen Auseinandersetzung grundsätzlich festzustellen, dass alle Beiträge willkommen sind und alle Meinungen, die es zum relevanten Thema gibt, in die Diskussionen integriert werden können und auch sollen. Denn nur, wenn jeder zum einem Thema sagen kann, was für ihn wichtig ist, ist ein konstruktiver Konflikt möglich. Nachdem ein Aspekt vorgetragen wurde, sollte es ermöglicht werden, Rückfragen zu stellen, falls einem Teilnehmer an der Diskussion etwas unklar sein sollte. Nur dann kann ein Thema effizient behandelt werden. Im Rahmen der Diskussion werden nun die unterschiedlichen Perspektiven der einzelnen Teilnehmer eingebracht und kontrovers, aber immer wertschätzend und respektvoll diskutiert. Wichtig ist dabei, dass man sich im Klaren ist, dass das Ergebnis in der Regel nicht für alle optimal sein kann. Doch auch das Einverständnis in eine andere Lösung kann für das Unternehmen und einen selbst oft das Richtige sein.