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Lebenslanges Lernen: Märchen oder Muss?

Veröffentlicht am 14.02.2020
Lebenslanges Lernen: Märchen oder Muss?
Nach dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss ist es nicht mehr wichtig, ein Buch aufzuschlagen oder an einem Seminar teilzunehmen? Ein Irrtum! Lernen entwickelt nicht nur die beruflichen Kompetenzen, sondern auch die Persönlichkeit weiter. Der folgende kompakte Überblick zeigt, wie Weiterbildung effizient und erfolgreich verwirklicht werden kann.
Weiterbildung am Arbeitsplatz
Es ist nicht unbedingt nötig, für seine Weiterbildungsaktivitäten außerhalb des Arbeitsplatzes aktiv zu werden. Oft ist es der Kollege, der Ihnen den besten Input geben kann. Gerade dann, wenn er schon ein Profi ist, können Sie von seiner Erfahrung und Expertise nachhaltig profitieren. Tauschen Sie sich aus und nutzen Sie die Tipps und Tools, die Ihnen der Kollege bieten kann. Wer auf die Kompetenz von Kollegen setzt, beweist zudem, dass er diesen respektiert und wertschätzt - und verbessert dadurch natürlich auch das Klima am gemeinsamen Arbeitsplatz. Auch Learning by Doing gehört zum lebenslangen Lernen: Ausprobieren und Testen, Neues zulassen und Alternativen zur eigenen Arbeitsroutine fordern und fördern. Es lohnt sich! Weiterbildung am Arbeitsplatz ist auch über Literatur möglich: In vielen Unternehmen gibt es Fachbücher oder branchenspezifische Zeitschriften, in denen man etwas nachschlagen kann oder in denen über Innovationen und Inspirationen berichtet wird.
 
Weiterbildung außerhalb des Arbeitsplatzes
Hier gibt es eine Vielfalt von Angeboten, die jeder bedarfsgerecht für sich nutzen kann. Zu unterscheiden gibt es hier zwei grundsätzliche Kategorien von Möglichkeiten für die Fortbildung: Zum einen die punktuellen Angebote, die sich auf einen oder zwei Tage beziehen. Solche Seminare bieten einen kompakten Überblick zu einem bestimmten Thema und punkten mit einem Top-Verhältnis von Aufwand und Nutzen. Eine andere Möglichkeit ist es, ein Studium zu beginnen und sich berufsbegleitend fortzubilden. Hier erwerben Sie nicht nur wertvolle Qualifikationen für Ihren Beruf, sondern können diese auch ins Spiel bringen, wenn Sie mehr Einkommen aushandeln möchten. Auch Branchenveranstaltungen sind ideal, um sich weiterzubilden und gleichzeitig wertvolle Berufskontakte zu knüpfen. Dazu eignen sich Messen und Meetings, aber auch Vorträge, die es zu bestimmten interessanten Themen immer wieder zu besuchen gibt. Sie zeigen dadurch auch, dass Sie die Eigeninitiative und das Interesse besitzen, sich weiterzubilden.
 
Immer mit dem Arbeitgeber absprechen
Weiterbildung ist immer etwas, was mit dem Arbeitgeber gut abgesprochen werden sollte. Zunächst sollte er von Ihren Plänen in Sachen Weiterbildung schon allein deshalb erfahren, weil Fortbildungsbereitschaft zu den positiven Eigenschaften bei einem Arbeitnehmer zählt und auch in Einkommensverhandlungen berücksichtigt werden sollte. Zum anderen ist es auch wichtig, dass diese Aktivitäten mit dem Unternehmen abgesprochen werden, damit eventuelle Abwesenheit gut überbrückt werden kann. Zudem wird der Arbeitgeber so auch für das Thema Fortbildung sensibilisiert. Vielleicht nimmt er dies zum Anlass, die Weiterbildungsbereitschaft seiner Mitarbeiter zu unterstützen - zum Beispiel durch Mentoring, durch innerbetriebliche Schulungsangebote oder feste Weiterbildungstage für das Team, die ins Unternehmen integriert werden. Davon profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmer!