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Home-Office im Fokus: Veränderte Arbeitsbedingungen in der Coronakrise

Veröffentlicht am 09.04.2020
Home-Office im Fokus: Veränderte Arbeitsbedingungen in der Coronakrise
Ob passende Kleidung, blendfreie Beleuchtung oder Ordnung auf dem Schreibtisch: In Zeiten des Coronavirus finden sich zahlreiche Tipps für die ablenkungsfreie Gestaltung des Home-Office. Erste Voraussetzung für eine erfolgreiche Heimarbeit ist jedoch die Bereitstellung flexibler Strukturen von Unternehmensseite. 
Das Coronavirus stellt neue Herausforderungen an die Arbeitswelt 
 
Die vom Bundesrat verordneten Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus konfrontieren die Schweizer Bevölkerung mit zahlreichen Veränderungen im öffentlichen und privaten Leben. Das hat auch massive Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Viele Menschen erledigen heute ihre beruflichen Aufgaben von zu Hause aus. Diese Umstellung auf einen Home-Office-Modus geht oftmals mit diversen Startschwierigkeiten einher. 
 
Die Mitarbeiter werden mit zahlreichen Ratschlägen versorgt, um ihren Arbeitsalltag in den eigenen vier Wänden bestmöglich zu gestalten. Zugleich sollten die Unternehmen ihre Belegschaft nicht unvorbereitet in die Heimarbeit schicken, sondern klare Strukturen vorgeben und technisches Rüstzeug zur Verfügung stellen. Neben der Eigenverantwortlichkeit des Personals bedarf es also auch einer sattelfesten betrieblichen Infrastruktur. 
 
Wenn es Unternehmen an technischem Know-how mangelt 
 
Um den Angestellten das reibungslose Arbeiten im Home-Office zu ermöglichen, sind vernünftige technische Lösungen unverzichtbar. Dazu gehören Computer mit Internetanschluss und entsprechende Programme, um die Teamkommunikation zu gewährleisten. Etliche Firmen sind dahingehend aufgrund der Kurzfristigkeit zu treffender Massnahmen überfordert. Auch für Mitarbeiterschulungen hinsichtlich bevorzugter IT-Systeme fehlt oft die Zeit. Ob Microsoft Teams, Skype oder Google Hangouts: Brauchbare Softwareanwendungen gibt es zur Genüge. In erster Linie geht es darum, sich vonseiten der Entscheidungsträger auf klare Vorgangsweisen festzulegen und diese transparent zu kommunizieren. 
 
Flexible Arbeitsbedingungen: Eine Vertrauenskultur statt der gewohnten Kontrollkultur etablieren 
 
Neben technischem Equipment kommt gegenseitigem Vertrauen im Home-Office ein besonderer Stellenwert zu. Die Überwachung der Belegschaft ist im virtuellen Büro zumeist nur eingeschränkt möglich. Regelmässig anberaumte Online-Meetings sowie festgelegte Antwortzeiten sorgen hierbei für die nötige Transparenz. Der Wechsel vom Kontrollmodus auf ein gesundes Basisvertrauen verlangt den Vorgesetzten einiges an sozialer Kompetenz ab. Im Sinne einer effizienten Teamarbeit ist dieses Umdenken jedenfalls ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor. 
 
Die Flexibilisierung von An- und Abwesenheit darf nicht mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeit verwechselt werden. So wie das Management sein Personal keinem erhöhten Leistungsdruck aussetzt, ist auch eine klare Grenzziehung zwischen Arbeits- und Freizeit vonnöten. Selbst wenn die Angestellten sämtliche Arbeitsmittel in ihrer privaten Umgebung griffbereit haben: Auch das Home-Office schliesst nach getaner Arbeit seine Pforten. 
 
Eigenverantwortliches Arbeiten im Home-Office bedarf klarer Vorgaben 
 
Das Coronavirus hat den digitalen Wandel der Arbeitswelt zusätzlich beschleunigt. Aus arbeitsgesetzlicher Perspektive sind dahingehend längst nicht alle Punkte geklärt. Kommt der Arbeitgeber seinen Pflichten betreffend Arbeits- und Ruhezeiten nach und begegnet seinen Mitarbeitern mit Vertrauen und Aufgeschlossenheit, so profitieren beide Seiten von den geänderten Arbeitsbedingungen. Offene Unternehmenskultur, vernünftige Nutzung neuer Technologien und klar kommunizierte Richtlinien sind die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit im Home-Office.