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Baustellenjob im Sommer: Das ist wichtig

Veröffentlicht am 03.08.2020
Baustellenjob im Sommer: Das ist wichtig
Für viele Teammitglieder, die im Baustellenbereich arbeiten, gehört es zu den Vorteilen im Job, unter freiem Himmel und nicht im Büro arbeiten zu können. Doch in den Sommermonaten sind einige Schutzaspekte wirklich wichtig. Der kompakte Überblick bietet Ihnen dazu eine wertvolle Zusammenfassung. 
Was die Sommermonate so besonders macht 
 
Wer als Profi während des ganzen Jahres draußen arbeitet, ist meist ein wetterfester Experte. Doch der Sommer hat es in der Regel in sich. Während im Winter Baustellen aufgrund von Schlechtwetter inaktiv sind, wird im Sommer besonders fleißig gewerkelt. Denn die Bedingungen für den Bau sind besonders optimal und die Bauherren beziehungsweise Bauunternehmen nutzen die warmen Monate dafür, den Bau unter Dach und Fach zu bringen. Das bedeutet, dass die Bauarbeiter häufig sogar Mehrarbeit leisten und den sommerlichen Rahmenbedingungen den ganzen Tag ausgesetzt sind. In der Schweiz werden Sonneneinwirkung & Co. besonders von zwei einschlägigen Instituationen thematisiert: Sowohl der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) als auch die Beratungsstelle für Arbeitssicherheit (BfA) plädieren für professionellen und passgenauen sommerlichen Baustellenschutz. Er kann die gesundheitsbezogenen Bedingungen für die Arbeiter und zudem auch die Arbeitseffizienz erfreulich verbessern, sodass alle davon profitieren. 
 
 
Welche Faktoren sind gesundheitlich relevant? 
 
Es sind drei Elemente aus der Natur, die Baustellenarbeit im Sommer in besonderem Maße charakterisieren. Das eine ist die Hitze. Sie kann die Austrocknung von Bauarbeitern bewirken, die medizinisch als Dehydrierung bezeichnet wird. Von Kreislaufbeschwerden bis zum Hitzekollaps ist die Bandbreite der Effekte von hohen Temperaturen breitgefächert angesiedelt. Der zweite wichtige Faktor bezüglich der Baustellenarbeit ist das Ozon. Auch wenn das Ozonloch früher häufiger thematisiert und diskutiert wurde als heute - es ist immer noch da. Ozon kann das Zentralnervensystem, den Kreislauf und die Sauerstoffaufnahme der Arbeiter negativ beeinflussen. Die Ozonbelastung ist insbesondere am Nachmittag hoch - wenn die Arbeiter schon besonders beansprucht sind. Ein drittes Element ist die Sonneneinstrahlung, die die sommerliche Baustelle zu einem ganz speziellen Einsatzbereich für den Arbeiter macht. Ein klassisches Symptom ist der Sonnenstich. Auch das Hautkrebsrisiko darf natürlich nicht vernachlässigt werden. Es gibt also eine ganze Reihe von Einflüssen, aufgrund derer sich Baustellenteams besonders schützen sollten. 
 
 
Immer mehr Hitzetage in der Schweiz 
 
Dass heiße Tage keine Eintagsfliege mehr sind und im Zuge der globalen Erwärmung häufiger vorkommen, ist in wissenschaftlichen Studien deutlich nachgewiesen. Etwa in Zürich sind es im Juli und August durchschnittlich mehr als die Hälfte der Tage, die mit einer Temperatur von 25° Celsius und mehr daherkommen. Ein konsequenter Schutz für die Arbeiter im Baustellenbereich ist also unverzichtbar und als wichtiger Teil der allgemeinen Arbeitssicherheit in ein baustellenspezifisches Schutzkonzept zu integrieren. Am besten ist es, wenn dies von einer ganzen Reihe von Institutionen, Unternehmen und den Arbeitern selbst umgesetzt wird. Denn ein Konzept für gesundes und sicheres Arbeiten im Sommer dient nicht nur dazu, dass ein Bauarbeiter nicht erkrankt. Es macht ihn auch konstant leistungsfähig und ist somit auch für den Arbeitgeber beziehungsweise die Bauherren der relevanten Baustellen essentiell. 
 
 
Maßnahmen für Sommerbaustellen im kompakten Überblick 
 
Es gibt einen reichhaltigen Mix von Maßnahmen, aus denen bedarfsgerecht das ausgewählt werden kann, was für den Arbeiter optimal ist. Die Mittel, die für den Baustellenschutz möglich sind, können in die Kategorien technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen eingeteilt werden. Die persönliche Komponente sollte in Eigenverantwortung des Arbeiters umgesetzt werden. Er selbst hat zu gewährleisten, dass er einen Helm hat und seine Haut, Lippen und Augen gegen die Sonneneinstrahlung schützt. Weiterhin ist eine hohe Trinkmenge, optimalerweise Wasser, wichtig. Technisch kann ein Bauunternehmen seine Mitarbeiter schützen, in dem es Schattenspender im Baustellenbereich integriert. Scheiben von Baggern und anderen Baustellenfahrzeugen lassen das UV-Licht nicht durch, wenn sie mit einer speziellen Schutzfolie ausgerüstet sind. Organisatorisch kann der Schutz in den Sommermonaten so umgesetzt werden, dass relevante Elemente (beispielsweise Wasserspender beziehungsweise ein Kasten mit Wasserflaschen und Sonnenschutz) für die Arbeitenden verfügbar gemacht wird. Die Ersthelfer sollten speziell für den Sonnennotfall gesrüstet sein. Auch die Aufklärung von Mitarbeitern bezüglich des richtigen Verhaltens für den Schutz in Sommermonaten ist oft effektiv. Wenn es möglich sein sollte, ist es natürlich ideal, die Arbeitszeiten so zu gestalten, dass die Hitzepeaks während des Tages bestmöglich gemieden werden.