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Zum Arbeiten ins Ausland: So bereiten Sie sich vor

Veröffentlicht am 05.11.2020
Zum Arbeiten ins Ausland: So bereiten Sie sich vor
Für einen Aufenthalt im Ausland gibt es viele gute Gründe. Sie sammeln neue Erfahrungen und haben nicht selten sogar bessere Karrierechancen. Welche Dinge es zu beachten gibt und wie Sie sich optimal vorbereiten, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.
Vorstellungen vs. Realität
In ein anderes Land auszuwandern, um dort - zeitweise oder dauerhaft - ein neues Leben zu beginnen, wird meist mit romantischen Vorstellungen verknüpft. Darum ist es wichtig, nicht zu blauäugig an dieses Thema heranzugehen und sich einen realistischeren Blick darauf anzueignen. Ein Land, das sich als traumhaftes Reiseziel bewährt hat, ist deshalb z. B. nicht auch geeignet, um dort zu leben und zu arbeiten. Auch gestaltet sich die Jobsuche für gewöhnlich schwieriger als gedacht. Wichtige Aspekte jenseits des Jobs müssen ebenfalls berücksichtigt werden. So stehen Sie zu Anfang ohne Freunde und Bekannte da. Andere Gepflogenheiten, Regeln und Standards verlangen eine hohe Flexibilität und Toleranz. Mitunter kann sich da bereits die Wohnungssuche oder der Gang zum Arzt als Odyssee herausstellen.
 
Andere Länder, andere Möglichkeiten
Noch ehe die ersten konkreten Vorbereitungen anlaufen können, sollten Sie sich Ihre eigene Ausgangslage bewusst machen und das Ziel des Auslandsaufenthalts definieren. Denn nicht in jedem Land gelten die gleichen Bedingungen. Um nicht viel Energie und Geld in ein möglicherweise aussichtsloses Unterfangen zu investieren, machen Sie sich deshalb genau mit den jeweiligen Möglichkeiten vertraut. Auch gibt es zur Schweiz deutliche Unterschiede im Hinblick auf die soziale und finanzielle Absicherung. Auf einen möglichen schwierigen Start sollten Sie sich deshalb ebenfalls vorbereiten.
Ein solides Startkapital sorgt indes nicht nur für die Absicherung in schweren Zeiten. In einigen Ländern, wie z. B. Australien, ist dies sogar Voraussetzung dafür, dass ein längerer Aufenthalt überhaupt gestattet wird. Vielerorts liegen zudem die Lebenshaltungskosten auf einem höheren Niveau als zu Hause. Dementsprechend hoch sollte also auch das Gehalt im neuen Job ausfallen, um nicht gleich seine gesamten Ersparnisse opfern zu müssen. Umgekehrt sollte man sich nicht von vergleichsweise niedrigen Löhnen abschrecken lassen, sofern sie durch die laufenden Kosten relativiert werden.
 
Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Eines haben wohl alle Länder gemeinsam: Bevorzugt werden fast immer qualifizierte und gut ausgebildete Fachleute. Generell wird es Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit entsprechenden Nachweisen leichter fallen, Fuss zu fassen und eine Stelle zu finden. Ob im jeweiligen Land tatsächlich in genau Ihrem Beruf gute Chancen bestehen, sollten Sie im Voraus klären. Ein Blick in die entsprechenden Jobbörsen ist obligatorisch und verrät schnell, ob der eigene Fachbereich am Wunschziel gefragt ist oder nicht. Viele dünn besiedelte, doch zugleich wirtschaftlich starke Länder haben oftmals einen Mangel an Fachkräften und suchen händeringend nach Verstärkung aus dem Ausland - so etwa Kanada, Australien und Neuseeland.
 
Nicht nur die berufliche Qualifikation ist von Bedeutung. Um den neuen Job ausüben zu können, müssen in der Regel auch entsprechende Sprachkenntnisse vorhanden sein. Englisch sollte dabei keine Hürde darstellen. Im Idealfall besuchen Sie bereits vorher noch einen Kurs oder erweitern Ihre Sprachfähigkeiten vor Ort. In diesem Fall ist zu bedenken, dass das Lernen einer neuen Sprache einen nicht zu unterschätzenden, zusätzlichen Aufwand darstellt. Soziale und kulturelle Kompetenzen sind zudem hilfreich, um sich gut integrieren zu können. Der schönste Job allein reicht nämlich nicht aus, um sich in der Fremde auch langfristig wohl zu fühlen.
 
Viele Menschen, die für ihre Arbeit ins Ausland gehen, sehen sich dort auch mit einer anderen Arbeitskultur konfrontiert, die sie von zu Hause so nicht kennen. Ein Beispiel aus England: Hier gehören die so genannten Hot Desks in den allermeisten Büros zum ganz normalen Bild. Das bedeutet, dass Sie keinen Platz im Unternehmen erhalten, sondern sich einfach einen freien Schreibtisch suchen. Dieser kann von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenfalls genutzt werden, weshalb hier kaum Spielraum für eine individuelle Gestaltung der Arbeitsumgebung bleibt.
 
Letzte Vorbereitungen
Hat man sich ausgiebig über das Land informiert, in dem man künftig arbeiten will, sind noch wichtige Formalitäten zu erledigen. Ganz oben auf der Agenda steht z.B. die Krankenversicherung. Darüber hinaus ist eine Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung üblicherweise zu beantragen. Sind alle länderspezifischen Voraussetzungen erfüllt, eine Wohnung gefunden und die Zusage für Ihren neuen Arbeitsplatz da, kann das Abenteuer Auslandsaufenthalt beginnen.