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Nebenjob: Nebenbei Geld verdienen

Veröffentlicht am 16.11.2020
Nebenjob: Nebenbei Geld verdienen
Manchmal reicht das Gehalt nicht aus, um über die Runden zu kommen oder sich etwas zur Seite legen zu können. Wer die zeitlichen Kapazitäten hat, kann sich dafür in einem Nebenjob etwas hinzuverdienen. Wir zeigen Beispiele und geben wertvolle Tipps. 
Wann ist ein Nebenjob sinnvoll? 
Ein Nebenjob kann aus den verschiedensten Gründen sinnvoll oder notwendig sein. Je nach persönlicher Situation, spielen dabei ganz unterschiedliche Motivationen eine Rolle. 
 
In besonders prekären Arbeitsverhältnissen z. B. fällt das Gehalt oft zu gering aus, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Laufende Kredite oder ungeplante Einbussen schlagen zusätzlich zu Buche. Durch einen zusätzlichen Job kommt dauerhaft mehr Geld in die Haushaltskasse und kann somit für eine entspanntere Situation sorgen. Möchten Sie sich hingegen eine Reise gönnen oder besonders kostspielige Güter anschaffen, lässt sich ein solcher Wunsch oft nur durch einen Hinzuverdienst realisieren. In Kombination mit einem Hauptberuf, kann der Nebenjob einem hierbei ein hohes Mass an Belastbarkeit und Motivation abverlangen. 
 
Geld ist jedoch nicht immer das wichtigste Argument und besteht keine oder nur eine geringe Arbeitsbelastung daneben, stellt ein Nebenjob meist eher eine Bereicherung dar. Der Wunsch nach einer Beschäftigung und die neuen sozialen Kontakte sind deshalb für viele ein wesentlicher Antrieb. So wünschen sich zahlreiche Rentner, die sich noch vital genug fühlen, eine Sinn stiftende Tätigkeit. Berufliche Neueinsteiger, Schüler und Studenten haben in einem entsprechenden Nebenjob zudem die Möglichkeit, sich erste praktische Erfahrungen anzueignen. Im Rahmen eines Nebenjobs besteht die Gelegenheit, in einen neuen Bereich hineinzuschnuppern und erste Kompetenzen zu entwickeln. 
 
Hauptberuf und Nebenjob: Was sagt der Arbeitgeber? 
Viele sind unsicher, ob ihr Arbeitgeber seine Zustimmung geben muss, ehe man einen Zusatzjob antritt. Prinzipiell hat er dieses Recht aber nicht. Was Sie mit Ihrer Zeit nach oder vor der Arbeitszeit machen, bleibt Ihre Privatangelegenheit. Eventuell sind Sie jedoch dazu verpflichtet, den Hauptarbeitgeber über die Nebentätigkeit zu informieren. Ein Blick in den Arbeitsvertrag sorgt für Gewissheit. Um mit offenen Karten zu spielen und einem guten Vertrauensverhältnis zuliebe, sollten Sie Ihren Vorgesetzten aber auch dann informieren, wenn diese Pflicht nicht besteht. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die gewohnte Arbeitsleistung nicht unter der zusätzlichen Belastung leidet. Ansonsten darf Ihr bisheriger Arbeitgeber einschreiten. Werden etwa regelmässige Konzentrationsschwächen aufgrund von Schlafmangel deutlich, steht der Nebenjob den berechtigten Interessen Ihres ersten Arbeitgebers der Nebentätigkeit entgegen. Vermeiden Sie es ausserdem, bei einem direkten Konkurrenten einen Nebenjob anzunehmen. 
 
Wie findet man den passenden Nebenjob? 
Als Nebenjob kommt eine kaum überschaubare Anzahl an Tätigkeiten in Frage. Alle haben sehr unterschiedliche Anforderungen und Spezifikationen. Was die meisten aber in der Regel gemein haben, ist die Tatsache, dass sie ohne besondere Ausbildung oder Qualifikation auszuüben sind. Eine kurze Einarbeitungsphase reicht meist aus. Im Umkehrschluss sind die Jobs oft nicht allzu anspruchsvoll, was nicht selten schnell monoton werden kann. Man sollte sich also im Vorhinein gut überlegen, welche Arbeit tatsächlich die richtige ist. Können oder wollen Sie z.B. nur von zu Hause aus arbeiten, bleiben fast nur noch Jobs übrig, die Sie online ausüben können. Dazu gehört u.a. die Erstellung von Content, Übersetzungsdienst, Lektorat, Nachhilfelehrer oder das Testen neuer Spiele. Hüten Sie sich jedoch vor unseriösen Anbietern, die sich oft durch auffällig grosse Versprechen verraten. Wünschen Sie sich gerade einen solchen Job, für den Sie das Haus verlassen müssen, sind etliche andere Beispiele zu nennen. Folgend eine zusammengefasst Aufzählung typischer Nebenjobs: 
  • Callcenter-Agent 
  • Security
  • Verkäufer  
  • Pflegehilfe 
  • Kellner 
  • Putzkraft 
  • Zusteller 
  • Kurier 
  • Statist 
  • Haushaltshilfe 
  • Babysitter 
  • Taxifahrer 
Selbstreflexion und Fremdeinschätzung 
Überlegen Sie sich, was Ihnen wirklich liegen könnte und was überhaupt nicht erst in Frage kommt. Sie können die Suche nach dem passenden Nebenjob vereinfachen, indem Sie sich eine Liste mit Stichpunkten machen, in der Sie die wichtigsten Merkmale festhalten. Berücksichtigen Sie dabei auch, welche Fähigkeiten Sie tatsächlich haben. Wer beispielsweise sehr introvertiert ist, wird kaum als Promoter arbeiten können. Andererseits bietet ein Job an der Kasse die Möglichkeit, sich in diesem Punkt weiterzuentwickeln - wozu man allerdings bereits sein sollte. Fragen Sie darüber hinaus Ihre Freunde, was die von einem bestimmten Nebenjob halten. Nicht minder wichtig ist es, den Verdienst realistisch einzuschätzen. Wenig Geld bei einem hohen Zusatzaufwand, kann langfristig stark demotivieren.