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Homeoffice, Coworking und Co.: Das Berufs- und Arbeitsleben in der Schweiz im Umbruch

Veröffentlicht am 07.12.2020
Homeoffice, Coworking und Co.: Das Berufs- und Arbeitsleben in der Schweiz im Umbruch
Aktuelle Studien zeigen auf, dass die Schweizer Unternehmen im Vergleich zu anderen europäischen Staaten noch immer eher zögerlich flexible Arbeitsformen realisieren und neue Technologien einsetzen. Aber es gibt darunter auch einige Firmen, die ihren Mitarbeitern bereits moderne und im allgemeinen Trend liegende Arbeitsformen bieten. Vor allem das Coworking als Teil der global und digital vernetzten Arbeitsform nimmt dabei einen hohen Stellenwert ein. Coworking fungiert diesbezüglich als Treiber für Kreativität, eigenverantwortliches Arbeiten und Unternehmerturm. 
Vom Tipp für Freelancer zum Zukunftsmodell für moderne Unternehmen 
 Bereits 2005 wurde der Begriff Coworking geprägt. Heute steht dieser Begriff für eine Interpretation von Arbeit, die weit über das etablierte Prinzip office as a service hinausgeht. Vielmehr steht Coworking als Symbol für die aktuellen und zukünftigen Veränderungsprozesse in der Arbeitswelt. Im ursprünglichen Sinn zielt Coworking dabei insbesondere auf Mikrounternehmen und Freelancer ab, um dem isolierten Arbeiten zum Beispiel im Homeoffice andere Alternativen gegenüberzustellen. 
 
Grosser Einfluss auf die bisherige Kultur der Zusammenarbeit 
Mittlerweile hat eine Arbeitsweise dieser Art aber auch in der Unternehmenswelt Einzug gehalten. In Studien zu dieser Thematik prognostizierten Arbeitsmarkt- und Berufsforscher, dass für alle Unternehmen und Branchen das Coworking und andere neue Arbeitsmodelle stark an Bedeutung gewinnen. Das geht einher mit Veränderungsprozessen, die das Arbeiten im Homeoffice und im Corporate Office sowie im Rahmen von mobilen Strukturen ermöglichen. Darüber hinaus weisen diese neuen Arbeitsszenarien einen grossen Einfluss auf die seit Jahren bestehende Kultur der Zusammenarbeit und der Gemeinschaft. 
 
Flexibilität im Fokus - Keine strikte Trennung von Arbeits- und Privatleben  
Die 9-bis-5-Mentalität mit starren Arbeitszeiten gilt immer mehr als ein überholtes Arbeitsmodell, das in der Industrialisierung seinen Anfang genommen hatte. Dies liegt nicht zuletzt am allgemeinen gesellschaftlichen Wandel. Immer mehr Menschen möchten ihren Alltag flexibler gestalten und eine ausgewogene Balance zwischen Arbeits- und Privatleben herstellen. Viele Erwerbstätige trennen die beiden Bereiche nicht mehr strikt, sondern suchen nach einer Symbiose. Dadurch ist der Wunsch nach freiberuflicher respektive selbstständiger Arbeit gestiegen. Diese Entwicklung äussert sich auch in den einzelnen Zahlen: Rund 30 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in den USA und Europa arbeiten mittlerweile als Freiberufler. 
 
Das Coworking-Konzept als Bestandteil der neuen Arbeitswelt  
Der Begriff Coworking beschreibt dabei eine Arbeitsform, bei der Selbständige, Kreative, Startups und auch immer mehr Mitarbeiter von etablierten Unternehmen zusammen in einem Coworking Space arbeiten. Ein Arbeiten in der Gemeinschaft, aber trotzdem unabhängig voneinander, lässt laut entsprechenden Studienergebnissen kreative Synergien entstehen. Die gegenseitige Hilfe und der Austausch untereinander sind hierbei zentrale Bestandteile des Coworking-Konzepts. 
 
Flexibilität und Individualität - Grosser Mehrwert für die Beschäftigten 
Hinzu kommt, dass die Unternehmensmitarbeiter mehr Freiraum erhalten, den Alltag flexibel zu organisieren.Allerdings müssen sich die Mitarbeiter von Unternehmen selbst auch dabei verändern. Denn das Funktionieren einer solchen Arbeitsform setzt voraus, dass Beschäftigte ein hohes Mass an Engagement, Disziplin und selbstverantwortliches Handeln aufweisen. Gerade für die Beschäftigten in Unternehmen und die Firmen selbst bedeutet dies Neuland. Aber die Versuche von Schweizer Firmen in dieser Richtung verlaufen positiv.