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Tipps für den Kontakt zum Headhunter

Veröffentlicht am 12.04.2021
Tipps für den Kontakt zum Headhunter
Wörtlich übersetzt bedeutet Headhunter "Kopfjäger". Was ziemlich bedrohlich klingt, nutzen viele Unternehmen, um qualifizierte und erfahrene Arbeitskräfte oder einen ganz bestimmten Kandidaten für eine Position an Land zu ziehen oder um den Bewerbungsprozess abzukürzen. Jagdreviere von Headhuntern sind heutzutage XING, LinkedIn sowie andere Social Media Plattformen. Ein Headhunter hat Sie kontaktiert und Ihnen ein tolles Jobangebot unterbreitet? Dann sollten Sie wissen, was zu tun ist, damit der Headhunterkontakt zu Ihrem persönlichen Erfolg wird!
 
Headhunterkontakt - was nun?
 
Ein Headhunter hat per E-Mail oder Telefon Kontakt zu Ihnen aufgenommen. Wie Sie sich dabei fühlen, ist abhängig von Ihrer aktuellen beruflichen Situation. Vielleicht sind Sie mit Ihrem Job absolut zufrieden, dann wird Sie die Kontaktaufnahme möglicherweise nachdenklich stimmen. Haben Sie jedoch Probleme mit Ihrem Chef oder mit Kollegen, füllt Sie Ihre aktuelle Tätigkeit nicht aus, oder Sie haben keine Entwicklungsmöglichkeiten, dann könnte der Headhunterkontakt der berühmte Tropfen auf den heissen Stein sein. In jedem Fall werden Sie sich geschmeichelt fühlen. Gleichzeitig werden Sie sich fragen, wie Sie sich verhalten sollen.
 
1. Verhalten beim ersten Kontakt mit dem Headhunter
 
Der Erstkontakt mit einem Headhunter signalisiert sein Interesse, nicht jedoch, dass Sie den Job bereits in der Tasche haben. In diesem Moment sind Sie einer von mehreren Kandidaten, bei denen der Headhunter eine Vorauswahl trifft und anschliessend dem Unternehmen vorschlägt.
 
Was Sie tun können:
 
- Bleiben Sie ruhig und entspannt: Wer keine Wechselabsichten hat, wird auf das Jobangebot des Headhunters gelassen reagieren. Anderes gilt für diejenigen, die bereits an einen Jobwechsel denken. In dieser Situation ist es wichtig, dass Sie dem Headhunter die Führung überlassen. Er wird Sie kurz über das Jobangebot und den Arbeitgeber informieren. Das bedeutet, dass Sie sich in dieser Situation auf das Zuhören konzentrieren.
 
- Agieren Sie wie ein Profi: Wahrscheinlich wird der Headhunter Sie telefonisch an Ihrem Arbeitsplatz kontaktieren. Abhängig von den Rahmenbedingungen Ihres Arbeitsplatzes können Sie ungestört mit dem Headhunter sprechen oder auch nicht. Dann sollten Sie sich die Kontaktdaten notieren und um einen Termin für ein vertrauliches Gespräch bitten. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, den Headhunter nach der Branche zu fragen, für die er tätig ist, sowie nach seinem Zuständigkeitsbereich und seinem Karrierelevel, das er betreut. Erkundigen Sie sich nach den Eckdaten des Jobangebots, nach dem Unternehmen sowie nach dem Arbeits- und Aufgabengebiet.
 
- Achten Sie auf den Inhalt Ihres Arbeitsvertrags: Sicherheitshalber sollten Sie auf jeden Fall vor dem zweiten Gespräch mit dem Headhunter einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag werfen und prüfen, ob er ein sogenanntes nachvertragliches Wettbewerbsverbot enthält. Dann wäre eine Beschäftigung bei der direkten Konkurrenz für die im Vertrag festgelegte Dauer ausgeschlossen. Verzichten Sie im Headhuntergespräch auf negative Äusserungen über Ihren jetzigen Arbeitgeber. Es reicht vollkommen aus, wenn Sie Wechselbereitschaft beziehungsweise Interesse an dem Jobangebot signalisieren oder es aus Mangel an Interesse ablehnen.
 
Der erste Kontakt mit einem Headhunter dient lediglich der Klärung, ob Sie als Arbeitnehmer ein grundsätzliches Interesse an einem Jobwechsel haben oder nicht. Nur wenn ein tatsächliches Interesse besteht, können Sie dem Headhunter Ihre private Telefonnummer für ein weiteres Gespräch mitteilen.
 
2. Wie der zweite Kontakt mit dem Headhunter abläuft
 
Besteht ein beiderseitiges Interesse an der Jobvermittlung, kommt es zu einem zweiten Gespräch, das ausführlicher ausfällt und das einiger Vorbereitungen bedarf.
 
- Nehmen Sie sich Zeit und prüfen Sie die Angaben des Headhunters. Informieren Sie sich darüber, ob der Headhunter Teil eines Unternehmens ist, das als Personalvermittlung am Markt etabliert ist. Ermitteln Sie, in welcher Branche die Personalvermittlung bevorzugt und vor allem erfolgreich tätig ist. Gleiches gilt für das Unternehmen, das einen neuen Mitarbeiter sucht. Recherchieren Sie auch hier alle möglichen Details.
 
- Notieren Sie sich während der Recherche alle Fragen, die noch offen sind und die Ihren Informationsstand noch vertiefen. Der Fragenkatalog ist die Grundlage für ein zweites Gespräch mit dem Headhunter. Diese Fragen können sich beispielsweise auf das Unternehmen, auf die Stellenbeschreibung und auf das Gehalt konzentrieren.
 
- Klären Sie beim zweiten Kontakt mit dem Headhunter, welche Aufgaben die neue Stelle umfasst, in welcher Funktion Sie diese ausüben, und welchen Umfang Ihr Verantwortungsbereich hat beziehungsweise wie er sich gestaltet.
 
- Erkundigen Sie sich nach dem Grund der Neubesetzung der Position und danach, ob es sich um eine neu geschaffene Position handelt, oder was der Grund für die Neubesetzung ist.
 
- Erfragen Sie Details über das Unternehmen, über den Standort, die Anzahl der Mitarbeiter sowie über die Branche.
 
Für Sie besonders wichtig ist das Gehalt, nach dem Sie durchaus fragen dürfen. Seine Höhe wird ein entscheidendes Kriterium dafür sein, ob Sie Ihren Job wechseln oder nicht. Kaum ein Arbeitnehmer wird in eine Position wechseln, die schlechter bezahlt wird als der bisherige Job.