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Berufseinstieg: So gelingt er trotz Pandemie

Veröffentlicht am 22.04.2021
Berufseinstieg: So gelingt er trotz Pandemie
Ist das Studium vorbei und der Wechsel ins Arbeitsleben steht an, ist die allgemeine Verunsicherung gross. Das hat sich die Corona-Situation zusätzlich verschlimmert. Doch bei Weitem nicht alle Sorgen sind begründet und die meisten überzogen. Für viele Studierende zeichnen sich nach und nach sogar handfeste Vorteile ab.
Ende des Studentenlebens
Während es einige Studierende gar nicht erwarten können, endlich den ersten Schritt ihrer Karriere zu gehen, fällt das einem Grossteil der Kommilitonen eher schwer. Immerhin hat die Uni einige Vorteile gegenüber dem beruflichen Alltag. Gerade gegen Ende des Studiums geht deshalb eine grosse Verunsicherung um. Das ist auch unter Normalbedingungen so. Die Pandemie hat die Situationen für Berufseinsteiger nicht gerade verbessert. Im Gegenteil: Ob sich z. B. ein anstehendes Praktikum überhaupt lohnt, wenn es lediglich im Homeoffice stattfinden kann? Und ist es wirklich klug, zu promovieren, wenn in naher Zukunft eine neue Krise auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten ist? Diese und viele andere Fragen haben sich in den vergangenen Monaten zu den ohnehin bestehenden Bedenken hinzugesellt.

Corona zum Trotz
Wer dieser Tage Menschen berät, die sich mit ihrem Einstieg in das Berufsleben beschäftigen, muss noch mehr auf die Betroffenen eingehen als sonst. Denn angesichts der wachsenden Zweifel, verschärft sich auch das Risiko, möglicherweise ungünstige Entscheidungen zu treffen. Viele sind sogar so sehr gehemmt, dass sie zu gar keiner Entscheidung mehr in der Lage zu sein scheinen. Dabei sollte die spezielle Situation keineswegs Einfluss auf die Zukunftsplanung haben. Ein Praktikum ist auch online bereichernd und ermöglicht es, zumindest auf virtueller Ebene, international unterwegs zu sein. Da sich die ganze Welt in der gleichen Situation befindet, ist auch niemand benachteiligt. Zudem lässt sich feststellen, dass beruflich relevante Aktivitäten aus der Vergangenheit bei vielen Unternehmen jetzt noch stärker in den Fokus rücken als ohnehin schon. Wer die Zeit vor Corona z. B. für einen Auslandsaufenthalt, ein Praktikum oder eine ehrenamtliche Tätigkeit genutzt hat, hat auch bei seinen Bewerbungen kaum etwas zu befürchten.

Hemmungen abbauen
Viel mehr geht es darum, den Absolventinnen und Absolventen typische Ängste zu nehmen. Unabhängig von Corona, haben die meisten z. B. die Befürchtung, im Vorstellungsgespräch eine schlechte Figur zu machen. Das liegt an der völlig ungewohnten, formellen Situation und daran, dass sich die meisten Menschen einfach nicht gerne selbst präsentieren. Online wird das Prozedere aber gerade in dieser Zeit deutlich entschärft. Denn der Bildschirm sorgt auch gefühlt für eine gewisse Distanz, die hilfreich sein kann. Hinzu kommt, dass sich auch die meisten Personaler erst noch mit der Situation zurechtfinden müssen. Eventuelle Verbindungsfehler und Störungen bei der Videoübertragung tun ihr Übriges. Sie mögen zwar einerseits störend wirken. Auf der anderen Seite lenken sie aber auch ab und helfen unsicheren Bewerbern, weniger verkrampft zu sein.

Die Lage auf dem Arbeitsmarkt
Mit Blick auf die Situation auf den anvisierten Arbeitsmarkt, bauen sich seit Beginn der Pandemie Sorgen auf. Denn viele Branchen sind durch Corona stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Dass viele dystopische Visionen aus den ersten Monaten übertrieben waren, sickert jedoch immer mehr in das Bewusstsein. Eine echte Krise ist bis heute nicht zu erkennen. Zwar schwächeln einige Berufszweige ein wenig. Insgesamt liegen die Schwankungen aber auf einem sehr niedrigen Niveau. Zumal sich auch die Gewinner der Situation mehr und mehr herauskristallisieren. Berufseinsteiger im IT-Bereich oder angehende Wissenschaftler praktisch aller Disziplinen haben bessere Karten denn je und das sind bei Weitem nicht die einzigen Profiteure.

Vernetzt euch
Sich am besten schon während des laufenden Studiums gut zu vernetzen, war schon immer wichtig. Das gilt in Pandemie-Zeiten nun umso mehr. Wer hier noch Nachholbedarf hat, muss damit leben, dass das vorerst nur noch online funktioniert. Der nicht unwichtige persönliche Kontakt fehlt dann leider, kann aber u. U. in absehbarer Zeit nachgeholt werden.

Vorteile nutzen
In einigen Fällen klappt die Vernetzung über Online-Angebote also bereits sehr gut und in Zukunft wird sich das sogar noch weiter verbessern. Darüber hinaus ergeben sich in der momentanen Situation u. U. weitere Vorteile, die Sie zunächst erkennen und dann für sich nutzen sollten. Einer davon ist die neue Standortunabhängigkeit. Zwar werden sich alle ärgern, die es kaum erwarten konnten, irgendwo auf der Welt einen Neustart hinzulegen. Wer diese Möglichkeit aus finanziellen oder persönlichen Gründen jedoch gar nicht erst hat, kann jetzt auf internationaler Ebene mitspielen. Denn auch global agierende Unternehmen suchen sich ihre künftigen Mitarbeiter nun weltweit. Ob Sie Ihren Job nun von der Schweizer Kleinstadt oder Ihrer teuren Wohnung nahe der Firmenzentrale aus ausüben: Homeoffice ist überall.