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Studieren neben dem Beruf - vom Abendstudium bis zum Präsenzstudium

Veröffentlicht am 29.07.2021
Studieren neben dem Beruf - vom Abendstudium bis zum Präsenzstudium
Sie streben beruflich nach vorne, weil Ihnen Ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr gefällt, weil Sie mehr verdienen möchten, oder weil Sie einfach Lust auf Neues haben? Ein berufsbegleitendes Studium ist eine Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen. Doch die Investition in Ihre berufliche Zukunft will gut überlegt sein, und zwar in finanzieller und in zeitlicher Hinsicht. Welche Formen des berufsbegleitenden Studiums es gibt - lesen Sie mehr!
Berufsbegleitend studieren: Verschiedene Arten des Studiums
 
Zunächst einmal müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, um ein berufsbegleitendes Studium aufzunehmen. Dabei handelt es sich um fachliche Voraussetzungen, die abhängig sind vom jeweiligen Studiengang. Meistens wird der Besuch der gymnasialen Maturitätsschule vorausgesetzt, manchmal reicht auch eine berufsbildende Ausbildung aus. In jedem Fall bauen Sie auf bereits vorhandenem Wissen auf, sei es durch die Schulbildung oder eine bestimmte Berufsausbildung.
 
Sie haben die Wahl zwischen verschiedenen Arten des berufsbegleitenden Studiums. Das bedeutet, dass Sie das Studium an Ihre persönlichen Vorlieben und Rahmenbedingungen sowie an die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit anpassen können. Zu den Möglichkeiten, berufsbegleitend zu studieren, gehören das Abendstudium, das Fernstudium und das Präsenzstudium, die jeweils Vor- und Nachteile aufweisen.
 
1. Das Abendstudium
 
Seinem Namen entsprechend findet das Abendstudium abends nach der Arbeit statt. Es zeichnet sich durch starke Präsenzanteile aus, die auf die Abende während der Woche verteilt sind, während das Wochenende frei von Veranstaltungen ist. Immer häufiger wird das Abendstudium, zumindest in Teilen, auch als Online-Variante angeboten. Das bedeutet, dass der Lernstoff in Form von live stattfindenden Online-Webinaren vermittelt wird. Zu den Anforderungen des Abendstudiums gehören beispielsweise Klausuren oder auch eine Abschlussarbeit, mit denen Sie nachweisen, dass Sie das erlernte Wissen in die Praxis umsetzen können. Der Vorteil des Abendstudiums besteht darin, dass Sie direkten Kontakt zu Lehrern und Kommilitonen haben. Sie befinden sich in einem typisch studentischen Umfeld, können sich austauschen oder auch Lerngruppen bilden. Eine Gemeinschaft, die dasselbe Ziel verfolgt, ist motivierend, sodass es manchem leichter fällt, am Ball zu bleiben und bis zum Ende des Abendstudiums durchzuhalten.
 
2. Das Fernstudium
 
Einen ganz anderen Ablauf hat das Fernstudium. Nach der Anmeldung werden die Studienmaterialien verschickt. Das geschieht meistens postalisch. Immer häufiger werden die Studienmaterialien auf den Webseiten der Fernschule online freigeschaltet, sodass Sie die Wahl zwischen der Online- und Offline Variante haben oder beide Varianten nutzen können. Abhängig von der Art des Fernstudiums werden Klausuren geschrieben, bei denen an einem festgelegten Ort Anwesenheitspflicht besteht. Oftmals schliesst das Fernstudium mit einer Abschlussarbeit, die Sie zuhause anfertigen können und in der die praktische Umsetzung des Gelernten überprüft wird. Der entscheidende Vorteil ist die maximale Flexibilität, die das Fernstudium bietet. Wann immer Sie Zeit haben, können Sie berufsbegleitend studieren. Das gilt nicht nur für den Zeitpunkt, sondern auch für den Ort, an dem Sie lernen möchten. Insoweit ist es auch möglich, Beruf, berufsbegleitendes Studium und Familie unter einen Hut zu bekommen. Meistens sind die Zugangsvoraussetzungen vergleichsweise weniger streng, sodass Sie ein Fernstudium auch ohne Abitur meistern können. Was gut klingt, hat aber auch Nachteile. Sie allein bestimmen das Arbeitspensum und das Arbeitstempo. Diesbezüglich ist absolute Disziplin gefragt. Sobald Sie das berufsbegleitende Studium schleifen lassen, wird es schwierig, wieder den Einstieg zu finden.
 
3. Das berufsbegleitende Präsenzstudium
 
Beim berufsbegleitenden Präsenzstudium handelt es sich regelmässig um ein duales Studium. Während der gesamten Studiendauer gehen Sie gleichzeitig einer Ausbildung in einem Beschäftigungsverhältnis nach. Das bedeutet, dass Sie nicht nur einen akademischen Abschluss erwerben, sondern anschliessend auch eine abgeschlossene Berufsausbildung vorweisen können. Das berufsbegleitende Präsenzstudium stellt sicher, dass Sie die Studieninhalte zeitnah in die Praxis umsetzen können. Bei einem berufsbegleitenden Präsenzstudium arbeiten Hochschule und Ausbildungsbetriebe eng zusammen und stimmen die Lehrinhalte aufeinander ab. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie durch Ihre Berufstätigkeit finanziell abgesichert sind. Hinzu kommt, dass Sie der Arbeitgeber nach Abschluss des Studiums und der Ausbildung in ein Beschäftigungsverhältnis übernehmen wird. Schliesslich hat er in Sie und in Ihre Ausbildung investiert und erhält nun im Gegenzug Ihre Arbeitsleistung.
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie die Studienwahl sorgfältig überlegen und auch die Zukunftsaussichten prüfen. Entscheidend ist die Organisation von Beruf, Studium und Privatleben. Diesbezüglich sollten Sie ehrlich zu sich selbst sein und genau überlegen, ob Sie dieser Doppel- beziehungsweise Mehrfachbelastung standhalten können.