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Das Worst-Case-Szenario - nicht einfach Schwarzmalerei

Veröffentlicht am 19.08.2021
Das Worst-Case-Szenario - nicht einfach Schwarzmalerei
Karriere-Ratgeber heben normalerweise die Bedeutung von positivem Denken hervor. Erfahren Sie in diesem Beitrag, wann es sinnvoll ist, das Worst-Case-Szenario in die eigenen Überlegungen einzubeziehen. 
Haben Sie schon einmal versucht, sich das schlimmste Ergebnis vorzustellen, das am Ende eines Prozesses oder Projektes stehen könnte? Dann wissen Sie, was ein Worst-Case-Szenario ist. Wir nehmen dabei den schlimmsten anzunehmenden Fall vorweg. Was die einen für übertriebenen Pessimismus halten, kann eine sinnvolle Erfolgsstrategie sein. Das gilt besonders, wenn die Vision zum Worst Case in einen Vergleich mit dem Best Case und Middle Case eingebettet wird. Sie sind damit auf alles vorbereitet und halten auch für den weniger guten Ausgang einer Angelegenheit schon einen Lösungsweg parat. 
 
3 mögliche Szenarien 
Neben dem Worst-Case-Szenario und seiner negativen Prognose steht am anderen Ende des Spektrums das Best-Case-Szenario. Es definiert, was wir im besten Fall am Ende eines Prozesses oder Projektes zu erwarten haben. In den meisten Fällen ist es nicht wahrscheinlich, dass der schlechteste Fall eintritt oder dass der beste Fall sich realisiert. Meist liegt das Ergebnis in der Mitte. Das ist das Middle-Case-Szenario. 
 
Warum ist das Worst-Case-Szenario so wichtig? 
In vielen Bereichen sind bestimmte Sicherheitsmassnahmen unerlässlich. Das gilt beispielsweise für technische Anlagen, für Maschinen, Versuchsreihen und für manche Entwicklungsprojekte. Lässt man hier vor dem inneren Auge den allerschlimmsten Fall einer Entwicklung erscheinen, fällt es leichter, angemessene Sicherheitspuffer einzubauen. Das ist wichtig im Arbeitsschutz und im Umgang mit technischen Anlagen. Aber auch unter finanziellen Gesichtspunkten leistet das Worst-Case-Szenario gute Dienste. Sie können im Vorfeld Lösungsalternativen entwerfen, wenn Sie bei einem Projekt mit grossem Investment am Ende doch ein negatives Ergebnis erwartet. 
 
Worst Case und Best Case für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit 
Kein Mensch kommt ohne persönliche Rückschläge und Niederlagen durchs Leben. Das gilt insbesondere für den beruflichen Bereich. Wenn Sie sich auch in diesem Feld mit Worst-Case-Szenarien und Best-Case-Szenarien beschäftigen, können Sie besser mit Fehlschlägen und persönlichen Verlusten umgehen. Sie empfinden diese Misserfolge dann weniger als persönliche Katastrophen. Es wird Ihnen ausserdem leichter gelingen, aus einem persönlichen Fiasko heraus neue Perspektiven und positive Denkansätze zu entwickeln. Fehlschläge sind aus dieser Sicht Möglichkeiten, die das Leben für uns neben den vielen angenehmen Erfahrungen und Erfolgen bereithält. Häufig wird es Ihnen so möglich, sich alternative Vorgehensweisen zu überlegen, wenn sie am Anfang eines Planes oder Projektes einen Blick auf die möglichen Hindernisse werfen. 
 
Wann das Worst-Case-Szenario schadet 
Wenn Sie im gedanklichen Umfang mit dem schlimmsten anzunehmenden Fall ein regelrechtes Katastrophendenken entwickeln, kann Ihnen diese Herangehensweise schaden. Bleiben Sie realistisch und gehen Sie davon aus, dass der Worst Case sehr selten eintritt. Betrachten Sie das Worst-Case-Szenario eher spielerisch, um Ihre geistige Flexibilität anzuregen und sich über den weitaus wahrscheinlicheren guten Ausgang einer Angelegenheit zu freuen.