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Keine Aufgaben am Arbeitsplatz? Gründe und hilfreiche Tipps

Veröffentlicht am 06.09.2021
Keine Aufgaben am Arbeitsplatz? Gründe und hilfreiche Tipps
Während manche Arbeitnehmer über zu viel Stress am Arbeitsplatz klagen, gibt es andere, die an ihrem Arbeitsplatz mit Nichtstun beschäftigt sind. Fortdauernde Langeweile im Job ist nicht entspannend, sondern kann zu einer grossen Belastung werden. Welche Folgen Nichtstun nach sich ziehen kann, welche Gründe dafür verantwortlich sind, und was Sie dagegen tun können - informieren Sie sich hier!
Nichts zu tun am Arbeitsplatz und die möglichen Folgen 
Ebenso wie fortdauernde Überforderung und Stress physische und psychische Folgen nach sich ziehen können, kann umgekehrt das Nichtstun ebenfalls zu gesundheitlichen Problemen führen. Was zunächst nach einem traumhaften Arbeitstag klingt - Zeit zum Kaffee trinken, Gespräche mit Kollegen führen oder auf den Feierabend warten - ist für Betroffene eine Qual. Die Zeit will einfach nicht vergehen, sodass sich der Arbeitstag über viele Stunden zieht und gefühlt doppelt so lang ist wie die reguläre Arbeitszeit. Wer zur Untätigkeit verdammt ist, kann einen sogenannten Boreout erleiden - das Gegenteil von einem Burnout.
 
Dieser Zustand des Nichtstuns im Arbeitsleben kann krank machen und verschiedene Symptome nach sich ziehen. Dazu gehören beispielsweise Erschöpfung, Gefühle von Ohnmacht, Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen, die wiederum Unzufriedenheit und Antriebslosigkeit verursachen können bis hin zu einer Sinnkrise. Nicht selten kommt es zu depressiven Verstimmungen. Ganz abgesehen davon leidet das Selbstwertgefühl von Betroffenen, das dramatisch sinkt bis zu einem Gefühl der Nutzlosigkeit. Betroffen von diesen Symptomen sind vor allem Mitarbeiter, die einen Sinn in ihrem Job suchen und etwas bewegen möchten. Es sind die, die erfolgreich sein möchten und bei denen der Job einen hohen Stellenwert in ihrem Leben hat und über den blossen Broterwerb hinausgeht.
 
Ursachenforschung: Warum ist Ihnen langweilig? 
In dieser Situation ist es wichtig, den Dingen auf den Grund zu gehen und Ursachenforschung zu betreiben. Es geht insoweit weniger um die Schuldfrage für die Langeweile, sondern um die Suche nach den Ursachen für die fehlenden Aufgaben und nach entsprechenden Lösungen.
 
Mögliche Gründe für eine Unterforderung: 
  • Schlechte Auftragslage: Manchmal liegen die Gründe für Langeweile in betrieblichen Abläufen. Eine schlechte Auftragslage kann saisonal, wirtschaftlich oder aufgrund betrieblicher Strukturen und Abläufe bedingt sein.
  • Andauernde Unterforderung: Möglicherweise ist Ihnen deshalb langweilig, weil Sie in Ihrem Job unterfordert sind. Das merken Sie daran, dass Sie Aufgaben und Projekte weit vor der Deadline erledigt haben. Neue Aufgaben lassen auf sich warten, sodass Sie immer mal wieder tatenlos herumsitzen.
  • Dass Sie nichts zu tun haben, kann möglicherweise auch daran liegen, dass Sie einen Vorgesetzten haben, der Sie bewusst unterfordert, um Sie mürbe zu machen. Straining heisst diese Form des Mobbings, bei der Mitarbeitern wenig oder keine Aufgaben zugeteilt werden. Bewusst wird seitens des Vorgesetzten die Frustration des betroffenen Mitarbeiters erhöht, indem Verantwortlichkeiten und Aufgaben auf andere Mitarbeiter verteilt werden. Das kann eine gezielte Methode sein, um einen Mitarbeiter so schnell wie möglich loszuwerden, und an deren Ende die Kündigung seitens des Mitarbeiters oder des Unternehmens steht.
 
Wege aus der Langeweile am Arbeitsplatz - 4 Tipps 
Ist der Zustand des Nichtstuns am Arbeitsplatz saisonal bedingt oder lediglich vorübergehend, sollten Sie diese Zeit nutzen, um Ordnung zu schaffen, Ihren Arbeitsplatz neu zu organisieren oder neue Ideen zu entwickeln. Anderes gilt, wenn der Zustand des Nichtstuns von Dauer ist. Dann sollten Sie nach neuen Wegen oder einem Ausweg suchen.
 
1. Gespräch mit dem Vorgesetzten: Suchen Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem Chef. Schildern Sie aus Ihrer Sicht, warum Sie unter Langeweile leiden und dass Ihnen Herausforderungen fehlen. Gemeinsam können Sie eine Lösung für das Problem finden.
 
2. Arbeitsbereich erweitern oder verändern: Sie könnten sich beispielsweise überlegen, wie Sie Ihren Arbeitsbereich erweitern, ohne mit anderen Arbeitsbereichen zu kollidieren. Fragen Sie nach mehr Verantwortung, oder bitten Sie um die Teilnahme an weiteren Projekten. Vielleicht ist auch eine Versetzung innerhalb des Unternehmens möglich, sodass Sie einen neuen und interessanteren Arbeitsbereich erhalten.
 
3. Eigenen Arbeitsbereich optimieren: Nutzen Sie die Zeit des Nichtstuns, um beispielsweise organisatorische Aufgaben zu erledigen. Sortieren Sie Ihre Unterlagen neu - in Aktenordnern beziehungsweise im Computer. Entwickeln Sie ein Konzept für Meetings und beginnen Sie, anstehende Projekte schon jetzt zu planen. Überlegen Sie, wie Sie Ihren eigenen Arbeitsbereich optimieren und Arbeitsabläufe neu strukturieren können.
 
4. Jobwechsel: Wenn alle Tipps nichts helfen und die Unterforderung andauert, sollten Sie sich zunächst einmal gedanklich mit einem Jobwechsel befassen. Dazu sollten Sie die Ursachen kennen, die Sie in diese Sackgasse geführt haben und erst dann eine Entscheidung treffen. Ein Jobwechsel ist insbesondere dann der richtige Weg, wenn Sie aufgrund der fortdauernden Langeweile und Unterforderung bereits gesundheitliche Probleme haben.