941 Artikel für deine Suche.

Stress? Das können Sie dagegen tun!

Veröffentlicht am 14.10.2021
Stress? Das können Sie dagegen tun!
Ich hab Stress. Das ist ein Satz, den wir selbst und andere häufig verwenden. Doch was bedeutet Stress eigentlich? Gibt es unterschiedliche Arten und wie können wir ihn bewältigen? Diese Zusammenfassung bietet Ihnen einen wertvollen Überblick zu einem wichtigen Thema. 
Eine ganz natürliche Reaktion 
Stress gibt es schon Tausende von Jahren. Schon unsere Vorfahren kannten ihn. Zum Beispiel konnte es natürlich ganz schön stressig sein, wenn man auf der Jagd von einem wilden Tier angegriffen wurde. Dann steigt der Blutdruck und Stresshormone werden ausgeschüttet. Das bekannteste - Adrenalin - kennen Sie sicher. Auch heute ist Stress ein bekanntes Phänomen - wenn auch die Auslöser anders sind. Moderne Ursachen für die Stressreaktion sind unter anderem ein anspruchsvolles Projekt, die knappe Deadline, der nörgelnde Chef oder das Mobben durch Kollegen. Diese Dinge haben alle das eine gemeinsam: Sie lösen in uns das Gefühl aus, dass wir überfordert sind. Und das ist natürlich etwas, was wir ernst nehmen sollten. 
 
Flucht oder Kampf? 
Unsere Vorfahren hatten eine durchaus komfortable Wahl. Wenn das wilde Tier angerannt kam, konnten sie fliehen oder mit ihm kämpfen. Beides ist uns leider nicht möglich. Viele gestresste Mitarbeiter haben eigentlich nur die eine Möglichkeit: am Schreibtisch sitzenzubleiben und Papierberge und Projekte weiter zu bearbeiten. Doch den Stress zu ignorieren, ist die schlechteste aller Optionen. Der Klassiker unter den möglichen Folgen ist der Burnout. Die wichtige Botschaft, die Sie aus solchen Konsequenzen ziehen können: Nehmen Sie Ihr persönliches Stresslevel ganz genau unter die Lupe. Ist es ein temporärer Stressauslöser oder haben Sie chronische Stressoren? 
 
Welche Symptome kennzeichnet die Überbelastung? 
Viele Zusammenhänge zwischen Stress und den damit verbundenen Symptomen sind klar. Die Schlaflosigkeit vor der Präsentation eines wichtigen Projekts. Die Unruhe angesichts der nahenden Deadline. Auch die Angst vor dem Gespräch mit dem Chef und die depressive Verstimmung nach einem erfolglosen Tag sind Klassiker. Doch es gibt auch eine ganze Menge Beschwerden, bei denen sich die Symptomatik nicht gleich mit dem Belastungsniveau verbinden lässt. Studien belegen, dass viele psychosomatische Beschwerden, die die Menschen zum Arzt führen, durch eine Stresssituation erklärbar sind. Die Palette der Beschwerden ist umfassend. Magen- und Darmprobleme, Kopf- und Rückenschmerzen, Herzrasen und Schwindel - das alles kann eine einzige Ursache haben: (chronischen) Stress. 
 
Dem Stress kognitiv begegnen 
Der Start in eine optimale Stressbewältigung ist es, dass Sie grundlegende Kenntnisse erhalten, wie Stress allgemein funktioniert und wie er sich speziell bei Ihnen gestaltet. Wertvolle Unterstützung hat Ihnen in diesem Kontext die Stressampel zu bieten, die vom Psychologen Gert Kaluza entwickelt worden ist. Phase "rot" bedeutet für Sie, zunächst alle typischen Stressauslöser zu sammeln, die es bei Ihnen (im Job, aber auch im Privatleben) gibt. In der gelben Ampelphase haben Sie die Aufgabe zu erörtern, ob und auf welche Weise Sie selbst sich unter Stress setzen - etwa durch Perfektionismus oder weil Sie nicht "nein" sagen können. Im Rahmen der grünen Ampelphase nehmen Sie dann unter die Lupe, wie Sie mit dem Stress umgehen: Werden Sie aggressiv, weinen Sie oder bekommen Sie Bauchschmerzen? Diese Formen der kritischen Reflexion sind wichtig, um Stress einordnen, bewerten und vermeiden zu lernen. 
 
Stress im Unternehmen lösen 
Es gibt zwei grundsätzliche Strategien, mit denen Sie Ihrem Stress begegnen können - innerhalb des Unternehmens und für sich selbst. Im Betrieb haben Sie zunächst die Option eines Gesprächs. Da kann gleich der Chef sein, der vielleicht umgehend Unterstützung - beispielsweise in einer Umverteilung von Arbeit - zusagt. Es kann aber auch ein enger Kollege sein, mit dem Sie dies thematisieren. Vermeiden Sie allzu enge Beziehungen mit Mitarbeitern, die Ihnen nicht gut tun. Und gestalten Sie die Pausen entspannend - mit einem Buch, mit einem Spaziergang oder einer Yoga-Einheit. Und: Lernen Sie, zu ständigen Überstunden und neuen Projektleitungen auch einmal "nein" zu sagen! 
 
Ausgleich schaffen - das A und O 
Ein glückliches Privatleben und positiver Stress sind eine solide Säule gegen die Belastungen im Job. Gestalten Sie Ihre Freizeit mit vielen Dingen, die Ihnen Freude und Entspannung bringen. Wählen Sie unter vielen Hobbys Ihre Favoriten aus und treffen Sie sich mit Freunden. Sport ist besonders empfehlenswert, weil es Adrenalin und andere Stresshormone wirksam abbaut. Aber auch Entspannungsmethoden und Yoga sind wertvolle Verbündete. Apropos Verbündete: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie der Stress krank macht - vereinbaren Sie einen Termin beim Psychologen, der dies professionell einschätzt.