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Langzeitarbeitslosigkeit: was sie verursacht und wie Sie wieder herausfinden

Veröffentlicht am 08.11.2021
Langzeitarbeitslosigkeit: was sie verursacht und wie Sie wieder herausfinden
Jobwechsel sind heute viel selbstverständlicher als früher, weshalb kaum noch ein Lebenslauf absolut geradlinig verläuft. Auch Phasen der Arbeitslosigkeit sind in der Regel nicht tragisch - solange diese nicht zu lange andauern. Kommt es zur Langzeitarbeitslosigkeit, kann dies hingegen fatale Folgen haben. 
Wie kommt es zu Langzeitarbeitslosigkeit und wer ist besonders gefährdet? 
 
Als langzeitarbeitslos gilt, wer ein Jahr oder länger ohne Anstellung ist. Viele Betroffene sind sogar über mehrere Jahre hinweg arbeitslos oder schaffen es gar nicht mehr, in die Berufstätigkeit zurückzufinden. Arbeitslosigkeit ist ein Schicksal, das jeden ereilen kann - etwa dann, wenn der Arbeitgeber Stellen abbauen muss oder wenn er Auszubildende nach abgeschlossener Lehre nicht übernehmen kann. Oftmals kündigen Arbeitnehmer auch, weil sie mit ihren Arbeitsbedingungen oder dem Gehalt unzufrieden sind. Erfüllt sich die Hoffnung, schnell einen anderen, besseren Job zu finden, nicht, droht Langzeitarbeitslosigkeit. 
 
Das Risiko für Langzeitarbeitslosigkeit ist in einigen Personengruppen besonders hoch, so etwa in der Altersgruppe ab 50. Auch eine angeschlagene Gesundheit kann die Jobsuche erschweren. Leider gibt es zudem immer wieder Vorurteile gegenüber Menschen, die längere Zeit ohne Arbeit sind - zum Beispiel, dass sie unmotiviert oder nicht qualifiziert genug sind. Damit Zeiten der Arbeitslosigkeit im Lebenslauf dem neuen Job nicht im Weg stehen, gilt es, hartnäckig zu bleiben und potenzielle Arbeitgeber mit einem selbstbewussten Auftreten zu überzeugen. 
 
Welche Folgen kann Langzeitarbeitslosigkeit für die Betroffenen haben? 
 
Langzeitarbeitslosigkeit wirkt sich nicht nur auf den Geldbeutel und die Chancen auf einen neuen Job aus. Dadurch, dass die Betroffenen nicht mehr am Berufsleben teilhaben, leidet oftmals ihr Selbstwertgefühl. Letztlich kann Langzeitarbeitslosigkeit sogar dazu führen, dass Betroffene tatsächlich die Motivation verlieren oder Angst vor einer neuen Anstellung entwickeln, weil sie fürchten, dieser nicht gerecht werden zu können. In besonders schwerwiegenden Fällen ist eine Wiedereingliederung ins Berufsleben nur nach vorangegangener Therapie möglich. Typische Beschwerden, mit denen viele Langzeitarbeitslose zu kämpfen haben, sind Antriebslosigkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen und ein verändertes Essverhalten. Auch das Risiko für Depressionen und Angststörungen ist bei Langzeitarbeitslosen erhöht. 
 
Der Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit: Tipps 
Niemand muss sich mit Langzeitarbeitslosigkeit abfinden. Stattdessen gilt es, die Augen offenzuhalten und sich auch in anderen Branchen umzusehen. Ausserdem ist es immer empfehlenswert, Weiterbildungsmöglichkeiten zu nutzen, denn das zeigt Ihrem potenziellen Arbeitgeber, dass Sie engagiert sind und Ihre Motivation trotz Arbeitslosigkeit nicht verloren haben. Informationen über mögliche Weiterbildungen und Hilfsangebote gibt es in den regionalen Arbeitsvermittlungszentren. Auch der Besuch einer Jobmesse kann helfen, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und neue Joboptionen zu erkennen. 
 
Finden Sie sich nicht mit Langzeitarbeitslosigkeit ab! 
Niemand sollte sich mit Langzeitarbeitslosigkeit abfinden - schliesslich geht es beim Arbeiten nicht nur ums Geldverdienen, sondern auch um das eigene Selbstwertgefühl und die Lebensqualität. Umso wichtiger ist es daher, Weiterbildungsangebote in Anspruch zu nehmen oder eventuell sogar eine Umschulung in Betracht zu ziehen. Hat die Langzeitarbeitslosigkeit Sie bereits psychisch beeinträchtigt, scheuen Sie sich nicht, um Hilfe zu bitten und gegebenenfalls eine Therapie in Angriff zu nehmen.