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So machen Sie Ihr Hobby zum Beruf

Veröffentlicht am 22.11.2021
So machen Sie Ihr Hobby zum Beruf
Haben Sie ein Hobby, dem Ihre ganze Leidenschaft gilt und für das Sie Ihre ganze Freizeit aufwenden? Keimt in Ihnen der Wunsch, dieses Hobby zu Ihrem Beruf zu machen? Vielleicht fehlte Ihnen bislang der Mut, oder Sie wissen nicht, wie Sie diesen Traum in die Realität umsetzen sollen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein sollten, und welche Vor- und Nachteile dieses Projekt hat - informieren Sie sich hier! 
Hobby zum Beruf machen: Voraussetzungen und Beispiele 
Damit Sie Ihr Hobby zum Beruf machen können, brauchen Sie zunächst ein tragfähiges Konzept und einen Businessplan. Das ist umso wichtiger, wenn Sie Fördergelder oder einen Kredit beantragen möchten, um starten zu können. Auf keinen Fall sollten Sie auf einen Businessplan verzichten, der Sie dazu zwingt, sich mit allen Fragen rund um die Gründung zu befassen. Im Wesentlichen müssen Sie sich im Rahmen eines Businessplans mit diesen sieben Punkten auseinandersetzen, nämlich mit sich selbst als Gründerperson, mit der Geschäftsidee, also der angebotenen Dienstleistung oder dem angebotenen Produkt, mit Wettbewerbern und dem Markt, mit Marketing, der Rechtsform Ihres Unternehmens sowie mit den Risiken und Chancen Ihrer Unternehmung. 
 
Das Herzstück jedes Businessplans ist die Finanzplanung, zu deren Inhalt ein Kapitalbedarfsplan, ein Finanzierungsplan, die Liquiditätsplanung sowie die Ertragsvorschau beziehungsweise Rentabilitätsvorschau gehören. Wenn Sie sich mit diesen Themen intensiv beschäftigen, werden Sie sich nicht nur Wissen aneignen, sondern an Selbstbewusstsein gewinnen. Sofern Ihnen Kenntnisse fehlen, sollten Sie sich diese aneignen und beispielsweise Gründungsseminare oder Weiterbildungen zu den gewünschten Themen besuchen. 
 
Beispiele für Hobbies, die zu einem Beruf werden können, sind sportliche Aktivitäten. Wer Bergsport liebt, kann Bergführer werden. Wer gerne taucht oder segelt, kann Tauch- oder Segellehrer werden. Wer Hunde liebt, kann Hundetrainer, Mantrailer oder Hundesitter werden. Aber auch handwerkliche Hobbies eignen sich für die Selbstständigkeit. Webentwicklung für Webfans, E-Learning für alle, die gerne ihr Wissen vermitteln, eine Selbstständigkeit als Fitness-Coach für alle, die gerne Sport treiben, Fremdsprachenfans, die als Übersetzer arbeiten und Musikfans, die sich als Musiklehrer selbstständig machen oder sich als Künstler versuchen möchten - das sind nur einige Geschäftsideen für Menschen, die Ihr Hobby zum Beruf machen möchten. 
 
Wenn aus dem Hobby ein Fulltime-Job wird: Vor- und Nachteile 
 
Es lässt sich keine pauschale Aussage darüber treffen, ob Ihre Idee, aus Ihrem Hobby einen Beruf zu machen, eine gute oder schlechte ist. Deswegen ist es sinnvoll, die Vor- und Nachteile einander gegenüberzustellen. 
 
Vorteile, wenn Sie Ihr Hobby zum Beruf machen: 
  • Sie sind Ihr eigener Chef und bestimmen, wie viel und wie lange Sie arbeiten, und in welche Richtung Sie sich entwickeln möchten. 
  • Sie sind ein Experte in Bezug auf Ihr Hobby, und es ist obendrein noch Ihre Leidenschaft. Dann fällt es Ihnen nicht schwer, sich richtig reinzuknien und erfolgreich zu werden. 
  • Da Sie beruflich das tun, was Ihnen gefällt, steigt Ihre Zufriedenheit, was sich positiv auf alle Lebensbereiche und die Lebensqualität auswirkt. 
  • Sie wirken in dem, was Sie tun, glaubwürdig und authentisch. Ihre Kunden merken, dass Sie von Ihrem Tun überzeugt sind, was den Erfolg begünstigt.  
Nachteile, wenn Sie Ihr Hobby zum Beruf machen: 
  • Es ist ein Unterschied, ob Sie einige Stunden in der Woche einem Hobby nachgehen oder sich jeden Tag im Rahmen eines Jobs damit beschäftigen müssen. 
  • Sie sind zwar Ihr eigener Chef. Im Gegenzug tragen Sie jedoch die volle Verantwortung - für Risiken, Chancen, Erfolge und auch für Niederlagen beziehungsweise Rückschläge. 
  • Möglicherweise werden Sie dadurch auch Seiten an Ihrem Hobby entdecken, die Ihnen weniger gefallen. 
  • Zur Selbstständigkeit gehört nicht nur das aktive Tun, sondern auch jede Menge administrative Tätigkeiten. 
  • Mit Beginn der Selbstständigkeit stehen Sie unter dem Druck, Geld für Ihren Lebensunterhalt verdienen zu müssen. 
  • Gerade in der Anfangsphase werden Sie sich voll und ganz engagieren müssen, sodass kaum freie Zeit bleibt. 
  • Sie brauchen Geld, um in Ihr Unternehmen investieren zu können. Das gilt für Sachwerte, Arbeitsmittel, Mobilar und möglicherweise auch für Personal. 
Zuvor war Ihr Hobby ein Ausgleich zu Ihrem beruflichen Alltag. So kann es passieren, dass auf Ihren Traum, das Hobby zum Beruf zu machen, mit Einzug der Realtität die Ernüchterung folgt. Deshalb kann es sinnvoll sein, dass Sie sich für einen sanften Einstieg entscheiden und Ihrer Leidenschaft zunächst stundenweise im Nebenjob nachgehen.