Auf Englisch bewerben: So machen Sie es richtig!

Hier erhalten Sie wichtige Informationen zur überzeugenden englischen Bewerbung.

Bewerbung / Neuorientierung
Veröffentlicht am 15.11.2019 von myjob.ch - Bildquelle: iStock

Die Globalisierung bietet auf dem Arbeitsmarkt erfreuliche Möglichkeiten. Arbeiten im Ausland, bei internationalen Konzernen oder beim exportorientierten Experten machen die Arbeitswelt attraktiver denn je. Voraussetzung ist meist hohe Fremdsprachenkompetenz, vor allem im Englischen. Hier erhalten Sie wichtige Informationen zur überzeugenden englischen Bewerbung.

Einfach übersetzen - oder?
Tun Sie das nicht! Sowohl Anschreiben als auch Lebenslauf haben in der englischen Bewerbung einige Besonderheiten, die es unbedingt einzuhalten gilt. Auch die Adressaten englischsprachiger Bewerbungen schätzen es, wenn sich Ihnen ein Bewerber kompakt und lesefreundlich vorstellt. Der Cover Letter, der dem deutschsprachigen Anschreiben entspricht, sollte daher eine einzige DIN A4-Seite umfassen. Im Gegensatz zur deutschen Bewerbung erscheint der Name rechts oben, eine Betreffzeile gibt es nicht. Auch die Datumsformulierung ist wichtig. Im Britischen folgt sie dem Muster 11 December 2019, im Amerikanischen der Reihenfolge December 11, 2019. Darüber oder darunter gehört die Empfängerangabe. Dieser Empfänger wird im englischsprachigen Raum gerne persönlich angeschrieben. Recherchieren Sie also nach, wenn der konkrete Ansprechpartner im Stellenangebot nicht bereit ist. Zum Abschluss des Cover Letters dürfen Sie zwischen "Kind regards" oder "Yours sincerley" wählen.

Der Lebenslauf - wichtig auch in der englischen Bewerbung
Wie im deutschsprachigem Raum listet auch der englische Lebenslauf die für den Personaler wichtigen Fakten wie Ausbildung, berufliche Stationen, Fähigkeiten und Weiterbildungen auf. Zu unterscheiden ist bei Lebensläufen der (eher britische) Curriculum Vitae (CV) und das (eher amerikanische) Resumé. Der CV kommt mit zwei bis drei Seiten ausführlicher Darstellung des Werdegangs daher, während das Resumé - wie der Name es schon andeutet - eine knackige Zusammenfassung ist, in der die für das Stellenangebot relevanten Fakten dominieren sollten. Personalverantwortliche freuen sich immer über einen gut gegliederten Lebenslauf. Die übersichtliche Struktur sollte folgende Kategorien unbedingt enthalten: Kontaktformationen und einen Satz zur Motivation für die Bewerbung, Ausbildung und Arbeitsstellen (im Resumé nur die wichtigsten und relevantesten davon), Fähigkeiten und Engagement / Hobbys sowie Referenzangaben, also Arbeitgeber, die über Sie Informationen liefern können.

Fehler vermeiden
Wie bei jeder Bewerbung gilt es auch im englischsprachigen Bereich, Fehler bestmöglich zu vermeiden. Dazu zählen vor allem die Klassiker: Das Englisch sollte perfekt sein und auch den Unterschied zwischen BE und AE, also British und American English, mit seinen spezifischen Begrifflichkeiten berücksichtigen. Auch Grammatik und Interpunktion sind selbstverständlich wichtig. Wichtiges gibt es zudem zum Foto und Zeugnissen zu wissen. Bei englischsprachigen Bewerbungen werden Zeugnisse in aller Regel nicht mitgeschickt. Wenn der potenzielle Arbeitgeber sich dafür interessieren sollte, wird er Sie anschreiben. Ein Foto ist bei der englischen Bewerbung tabu. Die Bewerberauswahl hat mit den Bewerberfotos hier nicht zu tun - eine Art des Auswahlprozesses, die auch im deutschsprachigen Raum diskutiert wird. Einzige Ausnahme: In China ist das Foto Pflicht. Andere Länder, andere Sitten. Das gilt auch für die Bewerbung auf Englisch.

 

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