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Gefühlschaos rund um das Vorstellungsgespräch

Veröffentlicht am 15.10.2020
Gefühlschaos rund um das Vorstellungsgespräch
Die Jobsuche ist mit vielen Emotionen verbunden. Schliesslich geht es in den meisten Fällen um die Sicherung der Existenz. Mit einem neuen Job sind aber auch jede Menge Hoffnungen verbunden, endlich eine berufliche Heimat zu finden, bei der angefangen vom Gehalt über den Aufgabenbereich und den Chef einfach alles stimmt. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Situation rund um das Vorstellungsgespräch mit einer Achterbahnfahrt vergleichbar ist. Welche Emotionen Sie erwarten - mehr dazu hier.
Die Emotionen rund um das Vorstellungsgespräch
Die Emotionen rund um das Vorstellungsgespräch sind nicht nur vielfältig, sondern reichen von himmelhochjauchzend bis zu Tode betrübt. Euphorie, Panikattacken, Hoffnung und Verzweiflung wechseln sich ab. So wundert es nicht, dass es die negativen Gefühle sind, die Bewerber mehr zu schaffen machen als der eigentliche Bewerbungsprozess. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Emotionen auf Sie zukommen können. Wer sie kennt und sich diese bewusst macht, kann die damit verbundenen Ausschläge deutlich minimieren.
  • Himmelhochjauchzend: Lange vor dem Vorstellungsgespräch werden Sie von freudigen Emotionen überrollt, wenn Sie die ersehnte Einladung erhalten. Sie gehören zum Kreis der Auserwählten, die eine reale Chance haben, den Job zu bekommen. Je grösser Ihre Aufregung und Freude ist, umso wichtiger ist dieser Job für Sie.
  • Überwältigende Freude: Ihre unbändige Freude darüber, einen Termin für das Vorstellungsgespräch erhalten zu haben, überstrahlt die im Vorfeld unternommenen Anstrengungen und Mühen.
  • Nagende Selbstzweifel: Die überschwängliche Freude weicht schon bald Selbstzweifeln. Das noch entfernte Vorstellungsgespräch gerät zu einer unüberwindlichen Hürde und der Gedanke, es nicht schaffen zu können, gewinnt an Macht.
  • Konzentration: Diese Verzweiflung bewirkt, dass Sie sich auf die Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs konzentrieren. Um die Zweifel niederzudrücken, stürzen sich Bewerber in eine detaillierte Vorbereitung und sammeln akribisch Informationen über den Arbeitgeber, die Branchen und mögliche Aufgaben.
  • Panikstimmung: Das Vorstellungsgespräch rückt näher und mit jedem weiteren Tag steigt Ihre Nervosität, die in Panik gipfelt. Allein der Gedanke daran treibt den Puls in die Höhe und verursacht Herzrasen sowie schweissnasse Hände. Dieser Zustand ist der Angst geschuldet, kurz vor dem Ziel alles zu vermasseln.
  • Erleichterung: Kaum ist das Vorstellungsgespräch zu Ende und Sie verlassen das Firmengebäude des potenziellen Arbeitgebers, macht sich Erleichterung breit. Eine zentnerschwere Last stürzt von Ihren Schultern. Nun haben Sie alles getan, um diesen Job zu bekommen. Jetzt können Sie nichts mehr tun ausser zu geniessen und zu warten.
  • Andauernder Frust: Mit jedem weiteren Tag auf das Warten der Entscheidung steigt die Frustration, die das Hochgefühl längst verdrängt hat. Ist einige Zeit vergangen, steht es Ihnen frei, freundlich nachzufassen und nach dem aktuellen Stand des Bewerbungsprozesses zu fragen.
So bekommen Sie Ihre Gefühle rund um das Vorstellungsgespräch in den Griff
Hoffnung, Angst, Hilflosigkeit, Frustration, Freude und Zuversicht sind die Emotionen, die den Bewerbungsprozess begleiten. Doch es gibt Möglichkeiten, diese Gefühle positiv zu steuern und besser mit dieser Situation umzugehen.
  • Für die meisten Bewerber scheint das Ohnmachtsgefühl besonders belastend zu sein. Gemeint sind das Ausgeliefertsein und das Wissen, dass der Arbeitgeber am längeren Hebel sitzt. Wer kann, blendet dieses Über-/Unterordnungsverhältnis aus und konzentriert sich auf sich selbst. Nur wer seine Stärken kennt und authentisch ist, kann dem Personaler im Vorstellungsgespräch auf Augenhöhe begegnen.
  • Die tiefe Angst zu versagen ist gleichbedeutend mit der Angst, dass das eigene Selbstbild nicht bestätigt wird, zum Beispiel im Falle einer Absage. Es kann passieren, dass ein Bewerber bei einer Absage auf schmerzliche Art und Weise seine eigenen Grenzen erfährt. Deshalb ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, was schlimmstenfalls passieren kann. Eigentlich nichts. Sollte es mit diesem Job nicht funktionieren, wird der Bewerbungsprozess fortgeführt. Mehr wird nicht passieren.
  • Das Vorstellungsgespräch verursacht auch deshalb Angst, weil Bewerber auf andere Menschen angewiesen und ihnen ausgeliefert sind. Doch ist das wirklich so? Tatsächlich werden Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, weil Sie etwas zu bieten haben. Das ist ja auch der eigentliche Grund für die Einladung! Wechseln Sie also die Perspektive und gehen Sie davon aus, dass der Arbeitgeber an Ihrer Qualifikation, Leistung und Ihrem Können teilhaben möchte.
Angesichts dieser aufwühlenden Emotionen rund um ein Vorstellungsgespräch ist es nachvollziehbar, dass sich Bewerber wünschen, gefunden und an den gedeckten Tisch eingeladen zu werden.