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Schluss machen mit dem Chef

Veröffentlicht am 22.01.2018 von co2-kommunikation.ch
Schluss machen mit dem Chef

Wenn ein Arbeitnehmer seinen Arbeitsplatz verlässt, ist daran häufig auch der Chef schuld. Hier finden Sie den wichtigsten Grund zum Schlussmachen.

Es gibt viele Gründe, seinen Job zu kündigen. Ein Umzug zum Beispiel, Veränderungen im privaten Umfeld oder eine berufliche Neuorientierung. Doch in den meisten Fällen resultiert eine Kündigung aus der Unzufriedenheit mit der aktuellen Anstellung – und diese hängt wiederum eng mit dem Chef zusammen. Er macht quasi Schluss mit seinem bisherigen Chef und sucht sich einen Vorgesetzten, der besser zu ihm passt oder möchte sich in einer Selbstständigkeit verwirklichen, weil er das bisher nicht konnte. Selbstverwirklichung, Freiraum, Anerkennung, das sind also wichtige Stichworte, wenn es um gute Führung geht. Wie können Sie zukünftig verhindern, dass Ihre Angestellten mit Ihnen Schluss machen?

Natürlich ist der Begriff der „guten“ Führung umfassend und viele Aspekte spielen in das Arbeitsklima und die Beziehung zwischen Angestelltem und Vorgesetztem hinein. Ihre Beziehung sollte auf Vertrauen basieren und der Mitarbeiter sollte sich gemäss seiner Stärken und Wünsche gefördert fühlen. Der Chef sollte berechenbar sein und über eine natürliche Autorität verfügen. Die Liste könnte ewig weitergeführt werden, doch wenn Sie sich sämtliche Studienergebnisse, Umfragen & Co einmal genauer ansehen, lassen sich all diese Faktoren auf eine Grundregel herunterbrechen: Gute Führung beruht auf Anerkennung. Ohne Wertschätzung wird ein Mitarbeiter niemals zufrieden sein. Wo er sich hingegen gesehen und anerkannt fühlt, kann er über den einen oder anderen Mangel hinwegsehen. Experten sind sich daher sicher: Wenn ein Mitarbeiter aus freien Stücken kündigt und das nicht aufgrund externer Faktoren wie einem Umzug passiert, ist zu 99 Prozent der Chef schuld. Dass der Mechanismus so simpel ist, bringt für Sie als Führungskraft einen grossen Vorteil mit sich.

Wie gute Führung die Mitarbeiterfluktuation senkt
Die wichtigste Lehre für Sie ist nämlich: Lassen Sie Ihren Mitarbeitern Anerkennung zukommen und Sie werden die Mitarbeiterfluktuation vollautomatisch senken. Gleichzeitig profitieren Sie von zufriedeneren, motivierteren und weniger konfliktfreudigen Arbeitnehmern. Das Arbeitsklima wird also rundum besser, die Krankenstände sinken und die Produktivität steigt. Und all das nur, weil Sie bei Ihrem Führungsstil auf Wertschätzung gesetzt haben, anstatt auf Machtspielchen, Mikromanagement oder eine Führung durch Angst à la „Wer nicht leistet, fliegt!“. Wenn also das nächste Mal ein Mitarbeiter mit Ihnen „Schluss macht“, sollten Sie sich erst einmal an die eigene Nase fassen und sich fragen, was Sie hätten besser machen können. Achten Sie in Zukunft gezielt darauf, Ihren Angestellten Wertschätzung entgegenzubringen – und Sie werden im Umkehrschluss auch als Führungskraft mehr Anerkennung ernten. So sieht gute Führung aus!


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